Pixel Sundays: Styx – Der letzte echte Stealth-Held im Schatten der Giganten

Stealth Games sind heute eine Seltenheit geworden. Stealth direkt nicht, dieser wird nur immer wieder mit Action kombiniert. Heute geht es um ein Franchise, welches sich rein durch Stealth beweisen will. Styx ist genau das, was die anderen AAA-Assassinen nicht sind. Ein Spiel mit reinem Fokus auf echtes Schleichen statt Power Fantasy.

Zusammenfassung

Entwickelt wurden die Spiele von Cyanide Studio, welche ansonsten auch Sport-Manager-Spiele machen. Die Figuren des Franchises stammen aus dem Universum von Of Orcs and Men und das Franchise startet ihr erstes Spiel in 2014. Jetzt ist nach fast 9 Jahren Pause ein dritter Teil von Styx erschienen. Heute gucken wir zurück auf die Entwicklung des Franchises und warum es noch heute relevant ist.

Styx: Master of Shadows – Der kompromisslose Anfang

Angefangen hat alles mit Styx: Master of Shadows im Jahr 2014. Die Entwickler Cyanide Studio hatten kein klassisches AAA-Budget, aber eine klare kreative Vision. Sie entschieden sich gegen den Mainstream-Action-Trend und entwickelten ein Stealth-Spiel, auch wenn dieses Genre eher zurückging. Technisch war das Spiel solide, aber der Fokus lag klar auf dem Gameplay, weswegen die Grafik zurückstecken musste.

Styx

Es handelt sich bei Styx: Master of Shadows um ein reines Stealth-Design, in dem Kämpfen fast nie eine Option ist. Die Gegner sind extrem gefährlich, das heißt 1-2 Treffer bedeuten meistens den Tod. Wenn du aggressiv vorgehst, wirst du dafür aktiv vom Spiel bestraft. Die Level sind so gebaut, dass man immer perfekt schleichen kann. Durch das Speichersystem wird die Spannung erhöht, denn man kann nicht jederzeit schnell speichern. Die Level sind mehrstöckig konstruiert statt rein flacher Areale. Balken, Rohre, Vorsprünge und Schatten dienen als Deckung und alternative Wege. Man kann also seine Gegner von oben beobachten, statt einfach durchmarschieren und aufs Beste zu hoffen. 

Styx, der Hauptcharakter, kann Klone erschaffen, um Schalter zu aktivieren oder Gegner abzulenken. Später schaltet man auch weitere Upgrades frei, welche die Fähigkeit vielseitiger machen. Deine Klone sind verwundbar, also kann man sie als taktisches Werkzeug einsetzen, ohne dass sie zu stark werden. Das Spiel fordert Planung, Timing und eine clevere Problemlösung. Die Welt erzählt viel von ihrer Geschichte über die Umwelt in einer düsteren Fantasywelt.

Styx

Styx ist zynisch, selbstsüchtig und moralisch grau. Er ist kein strahlender Retter, sondern ein Dieb mit ganz eigenen Motiven. Die Dialoge sind voller schwarzem Humor und Sarkasmus. Das Spiel war kein Massenerfolg, aber bekam schnell eine starke Fanbasis. Besonders geschätzt wird das Spiel von Hardcore-Stealth-Fans. Styx: Master of Shadows legte das Fundament des Franchises welches als Weiterentwicklung für das Sequel legte.

Styx: Shards of Darkness – Mehr Budget, mehr Freiheit

Drei Jahre nach dem ersten Spiel erschien dann im Jahr 2017 Styx: Shards of Darkness. Bei dem Spiel blieb sich Cyanide Studio seiner Designphilosophie treu. Das Spiel hatte ein deutlich höheres Budget, was man im Spiel auch merkt. Das Ziel war es, mehr Sichtbarkeit zu schaffen ohne Identitätsverlust. Shards of Darkness läuft in der Unreal Engine 4, wodurch sichtbar bessere Beleuchtung und detaillierte Umgebungen möglich sind. Die Level sind größer, bieten mehr Weitsicht und vertikale Tiefe. 

Styx

Auch die Animationen sind flüssiger und mit realistischeren Schatten. Zusätzlich ist das Spiel atmosphärisch dichter als der Vorgänger. Trotzdem gibt es immer noch kleinere technische Probleme wie KI-Aussetzer oder Performance-Schwankungen. Man sieht die Ambitionen des Studios, doch es ist immer noch nicht AAA-poliert. Styx: Shards of Darkness bietet deutlich weitläufigere Maps mit mehreren Lösungswegen in größeren Arealen und offeneren Strukturen. Durch die größeren Freiheiten mit mehreren Herangehensweisen ist das Missionsdesign gleich weniger schlauchig. Man hat viele alternative Routen über Dächer, Balkone und unterirdische Wege, dadurch entsteht mehr Raum für kreatives Experimentieren. 

Styx hat im Spiel eine erweiterte Klon-Mechanik bekommen. Dazu kamen noch neue Gadgets wie Wurfmesser oder Fallen. Statt einfach nur in den Leveln zu warten, hat man jetzt durch alles mehr taktische Optionen. Außerdem gibt es ein Skill-System, wodurch man seinen individuellen Spielstil wählen kann. Trotzdem bleibt Stealth der klare Kern des Spiels. Shards of Darkness bringt als neues Feature einen optionalen Koop-Modus, in dem man zu zweit gemeinsam die Missionen bestreitet. Dadurch eröffnen sich viele neue Strategien, die Koordination brauchen. Koop verändert die Spieldynamik komplett, ist aber kein Muss. Der Fokus liegt weiterhin auf der Solo-Erfahrung. 

Styx

Auch der Humor im Spiel hat sich verändert. Styx wirkt noch zynischer und bissiger. Es kommen mehr Meta-Kommentare und Selbstreferenzen. Dazu kommt eine stärkere Charakterzeichnung welcher die düstere Fantasywelt auflockert. Das Spiel ist immer noch nicht technisch Perfekt, aber deutlich größer gedacht. Der Fanbase hat es gefallen, auch wenn es kritisch solide aufgenommen wurde. Shards of Darkness bleibt weiterhin ein Nischenspiel im Stealth-Genre. Es war kein großer Verkaufshit, konnte aber Profite erzielen.

Styx: Blades of Greed – Das Comeback 2026

Am 19. Februar 2026 erschien nach fast 9 Jahren Styx: Blades of Greed für den PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Das Spiel ist das erste Spiel welches für die aktuelle Konsolengeneration entwickelt wurde. Dadurch gab es innerhalb der bestehenden Fanbase eine große Erwartungshaltung. Es soll ein echtes Comeback einer lange ruhenden Stealth-Marke sein. Die Zeit der Stealth-Spiele ist eigentlich komplett vorbei, dennoch traut sich Styx eine mutige Rückkehr.

Styx

Blades of Greed macht einen Rücktritt von den abgegrenzten Levels hin zu größeren, zusammenhängenden Arealen mit mehreren Zielen. Im Spiel gibt es Stadt-Ruinen, befestigte Anlagen und neue Regionen als Spielplätze für Styx. Dazu kommen mehr organische Übergänge statt klarer Kapitelstruktur. Man kann selbst entscheiden, welche Ziele man zuerst in den Leveln macht. Es ist aber kein klassisches Open World Spiel, sondern es sind immer große Areale mit mehreren Aufträgen. Auch Styx wurde wieder verbessert durch einen erweiterten Nutzen der Klone. Außerdem wurde er mit neuen Werkzeugen zum Ablenken und Infiltrieren ausgestattet, wodurch es mehr spielerische Freiheit und Missionseinsätze gibt. Man kann auch optional aggressiver spielen, doch das bleibt weiterhin riskant.

Die Welt führt die Spannung zwischen Menschen, Elfen und Orks fort, über die wir bis jetzt noch nicht gesprochen haben. Quarz gilt als zentrale Ressource mit politischer und magischer Bedeutung. Dazu kommen Machtkämpfe und Intrigen im Hintergrund. Styx bleibt der moralisch graue Antiheld mit seinen persönlichen Motiven, welche stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Styx

Gelobt wurde Styx: Blades of Greed besonders für seine Ambition und massive Level Größe, welche vertikale Freiheit erlaubt. Doch es gab auch technische Schwächen wie KI-Aussetzer oder Performance Probleme. Die Missionen sind teilweise repetitiv in längeren Spielabschnitten. Es ist immer noch kein AAA-Blockbuster, aber klar ambitionierter als seine Vorgänger. Das Spiel ist ein Wendepunkt für das Franchise da es versucht die klassische Hardcore-Stealth-DNA mit moderner Open-Level-Struktur zu verbinden. Das Ganze war ein Balanceakt zwischen Tradition und Innovation. Die Spielerzahlen sind im Tausenderbereich und die durchschnittliche Bewertung auf Steam liegt bei 71% positiven Bewertungen.

Styx als Figur – Warum dieser Goblin funktioniert

Der Hauptcharakter in den Spielen ist kein klassischer Held und Retter, sondern ein Überlebenskünstler. Styx handelt aus purem Eigennutz und Instinkt. Seine Motivationen sind das Gegenteil von Heldenhaft, es sind Profit, Freiheit und Überleben. Er hat keine große Moral, sondern steht eher auf pragmatische Entscheidungen. Dadurch wirkt Styx in einer korrupten Fantasywelt sehr glaubwürdig. Er kommentiert seine Situationen trocken und bissig und macht sich währenddessen über Gegner und Genre-Klischees lustig. Auch die Dialoge sind bewusst überzeichnet und voller Schwarzem Humor als Stilmittel. Durch diesen Sarkasmus, Zynismus und Selbstironie lockert Styx die düstere Stealth-Atmosphäre auf.

Styx

Styx bricht immer wieder die vierte Wand und macht direkte Kommentare zum Gameplay. Dabei macht er auch immer wieder Meta-Humor über typische Videospielmechaniken. Dadurch fühlt man sich als Spieler immer direkt angesprochen, dadurch kann man sich mehr mit ihm identifizieren. Durch ihn hat man auch einen absoluten Perspektivwechsel. Gewohnt ist man es heutzutage eine edle Assassine für Stealth zu sein, doch Styx ist anders. Er ist eine kleine, unterschätzte Kreatur und kein Elite-Krieger. Er ist schwach und das ist Teil des Gameplays, durch seine Verwundbarkeit wird eine echte Spannung zerstört. Styx trägt die Serie ganz alleine. Die Story ist eher Mittel zum Zweck, Styx bleibt konstant. Ohne ihn wäre es nur ein gutes Stealth-Spiel, doch durch ihn wird es zu einem Erlebnis, an das man sich erinnert.

Stealth im Jahr 2026 – Hat das Genre noch Platz?

Die großen AAA-Marken setzen auf Action-Hybride als zugängliche Mischformen. Stealth wird oft als optionale Spielweise integriert. Der Fokus liegt heutzutage mehr auf Spektakel, Cinematics und Tempo. Reines Schleichen gilt als zu langsam für ein breites Publikum, was man auch an den Spielerzahlen sieht, sie sind gut, aber nicht überragend. Dadurch ist das Konzept immer ein wirtschaftliches Risiko und das geht hier nur, da Styx schon gut etabliert ist.

Styx

Viele neue Open-World- und Action-Spiele bieten Stealth Light. Also kurze Passagen, in denen man schleichen kann, aber nicht muss. Dabei werden Fehler selten hart bestraft und man kann meist problemlos zu offenen Kämpfen wechseln. Dadurch wird kaum Spannung erzeugt, aber es gibt eine hohe Zugänglichkeit. Aber trotzdem gibt es für reine Stealth Spiele noch eine Community. Diese will methodisches und geduldiges Spielen. Herausforderungen sind immer gefragt, wie man es an Soulslike sieht, doch dort stehen der Frust und die Challenge mehr im Vordergrund. Heutzutage suchen Spieler wieder bewusst nach klar definierten Genres.

Doch in den letzten Jahren werden AAA Spiele wieder unbeliebter und kleine Indie Studios rücken weiter in den Vordergrund. Diese Studios wagen sich auch wieder spezialisierte Projekte fernab vom Mainstream. Man achtet auch wieder mehr aufs Gameplay anstatt gigantischem Budget und einer Pflicht viel zu verdienen. Styx gilt als Paradebeispiel für mutige Genre-Treue und Blades of Greed dient als Testfall. Bis jetzt sind die Rezensionen recht positiv, doch die großen Spielerzahlen sind leider ausgeblieben.

Fazit – Styx, ein leiser Held im Schatten der AAA-Giganten

Das Styx-Franchise beweist, dass konsequentes Stealth-Design auch 2026 noch eine Daseinsberechtigung hat. Während viele große Marken Schleichen nur als optionales Feature einbauen, bleibt Styx seiner kompromisslosen Linie treu. Cyanide Studio hat nie versucht, aus dem Goblin einen Action-Helden zu machen, sondern setzt weiterhin auf Planung, Geduld und echte Verwundbarkeit. Genau das macht die Reihe so besonders.

Styx

Mit Blades of Greed wagt das Franchise einen modernen Schritt nach vorne, ohne seine Identität zu verlieren. Technische Schwächen und moderate Spielerzahlen zeigen zwar die Grenzen eines Nischengenres, doch die kreative Vision ist klar erkennbar. Styx steht sinnbildlich für Spiele, die sich nicht dem Mainstream beugen. Und vielleicht ist genau dieses Festhalten an klaren Prinzipien der Grund, warum der kleine Goblin bis heute relevant bleibt.


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