In unserem heutigen Pixel Sundays Artikel geht es um die Remnant Spiele, die gleich zwei Genres kombinieren, die selten zusammen funktionieren. Bei Souls-Like denken die meisten vermutlich an Schwert, Schild, Speere und vielleicht auch Bögen, also eher so mittelalterliche Waffen. Doch die Remnant Spiele bieten Fernkampfwaffen und einen Fokus auf präzises Gunplay.
Zusammenfassung
- Remnant From the Ashes – Der unerwartete Überraschungshit
- Remnant 2 – Größer, besser, komplexer
- Das Gameplay – Soulslike trifft Third-Person-Shooter
- Prozedurale Welten – Warum jeder Run anders ist
- Entwicklung von Gunfire Games – Vom Darksiders-Erbe zu Remnant
- Zukunft des Remnant Franchises
- Fazit – Ein einzigartiger Genre-Mix mit Zukunft
Statt Schwerter und Magie stehen Waffen im Mittelpunkt. Du nutzt Gewehre mit Mods und Skills, dennoch bleibt das typische Souls-Gefühl mit Ausdauer, Ausweichen und harten Gegnern. Außerdem bietet das Spiel einen Koop, in dem man mit bis zu drei Spielern gemeinsam gegen die Bosse und Welten kämpfen kann. Zusätzlich bietet das Spiel prozedural generierte Welten, wodurch es einen höheren Wiederspielwert hat. Mittlerweile gibt es zwei Spiele der Reihe, über die wir beide gleich ein wenig sprechen werden.
Remnant From the Ashes – Der unerwartete Überraschungshit
Der erste Teil der Remnant Reihe trägt den Namen Remnant From the Ashes und erschien im August 2019 für PC, PlayStation und Xbox. Entwickelt wurde das Spiel von Gunfire Games, einem Studio mit Erfahrung aus Action-RPGs wie Darksiders. Zum Release bekam das Spiel durch geringes Marketing kaum große Aufmerksamkeit. Doch der Mix aus Souls-Like und Third-Person-Shooter war damals ungewöhnlich und zog einige Spieler in seinen Bann. Das Spiel bot klassische Souls-Elemente wie Ausweichen, Checkpoints und einem hohen Schwierigkeit. Jedoch lag der Fokus auf Fernkampf mit Gewehren, Shotguns und Mods. Die Waffen konnten aktiv modifiziert werden, um zusätzlichen Schaden zu verursachen.
Die Schwierigkeit ist stark an den Souls Spielen orientiert. Fehler werden hart bestraft und jeder Gegner kann dich schnell töten. Viele der Gegner haben Fernkampf-Angriffe oder sind sehr schnell, um deinen Vorteil auszugleichen. Zusätzlich bietet das Spiel einen echten Koop, in dem man das Spiel mit bis zu 3 Spielern gemeinsam spielen kann. Natürlich wird es mit jedem extra Spieler schwerer und es gibt ein gemeinsames Loot-System, aber eigene Weltprogression.
Die Story ist relativ gut gestaltet. Interdimensionale pflanzenartige Wesen haben die Erde zerstört und du reist durch verschiedene Welten, um den Ursprung zu bekämpfen. Remnant From the Ashes bietet verschiedene Biome. Die Erde ist eine zerstörte Großstadt, Rhom ist eine Wüstenwelt mit alter Zivilisation, Corsus ein düsterer Sumpf voller parasitärer Kreaturen und mehr. Viele dieser Orte sind prozedural generiert, wodurch jede Kampagne leicht anders verläuft. Dich erwarten andere Gegner, Events und Loot und man sieht in einem Run nicht alles, was das Spiel zu bieten hat. Deswegen kann man das Spiel gut nochmal spielen, da es nicht langweilig wird.
Die Bosskämpfe brauchen durch deine Fernkampf-Waffen neue Mechaniken. Es gibt viele Adds, spezielle Weak Points zum Treffen oder Arena-Mechaniken. Du musst die Muster lernen und dich anpassen, so entstehen besonders im Koop dynamische Kämpfe. Anfangs war das Spiel stark unterschätzt, doch mittlerweile konnte es mehr als 3 Millionen Einheiten verkaufen. Die Community schätzt vor allem den Koop und die Replayability.
Remnant 2 – Größer, besser, komplexer
Remnant II erscheint 2023 als direkter Nachfolger von Remnant: From the Ashes. Der Entwickler hat sich nicht geändert und das Spiel baut konsequent auf dem Erfolg des Vorgängers auf. Die Systeme des Vorgängers wurden erweitert und vertieft. Doch Remnant 2 hat natürlich einiges verändert, der Fokus liegt stärker auf Klassen bzw. Archetypes, wie es im Spiel heißt. Du wählst also feste Rollen wie Gunslinger, Challenger oder Handler. Jede Klasse bringt eigene Skills, Perks und Spielstile, es ist jedoch möglich, zwei von ihnen zu kombinieren. Dadurch gibt es eine deutlich höhere Build-Vielfalt als im ersten Teil. Außerdem kann man durch die Klassen gezielter auf Damage, Support oder Tank gehen, was vor allem im Koop sinnvoll ist.
Die Grafik und das World Design wurden im zweiten Teil deutlich verbessert. Es gibt detaillierte Umgebungen, bessere Beleuchtung und Effekte. Außerdem wirkt die Welt lebendiger und einzigartiger. Auch das Zufallssystem wurde weiter ausgebaut mit noch mehr prozedural generierten Events, Dungeons und Storylines. Sogar die NPCs, Quests und Boss Varianten sind in jedem Durchlauf anders. Dadurch erleben Spieler oft komplett andere Inhalte als andere Spieler.
Doch auch beim Gameplay hat sich einiges getan. Die Spieler bekommen jetzt neue Skills mit Cooldowns, welche mehr Dynamik in die Kämpfe bringen. Zusätzlich gibt es passive Boni, die deinen Build langfristig verstärken. Auch dein Arsenal wurde im Spiel erweitert, es gibt mehr einzigartige Waffen mit speziellen Effekten. Die Mods bieten zusätzliche Angriffe oder Utility-Fähigkeiten. Kombinationen dieser bieten kreative Kampfstile. Die Entwickler haben versucht, die Bossdesings deutlich abwechslungsreicher zu gestalten, mit unterschiedlichen Phasen, Puzzle-Elementen oder Arena-Interaktionen.
Aber auch Story und Lore stehen in Remnant 2 stärker im Fokus. Es gibt mehr Dialoge, NPCs und erzählerische Elemente. Die Welten haben eigene Geschichten und Hintergründe, die man oft durch Erkunden entdeckt. Doch eine Sache hat sich nicht geändert und zwar der Koop als zentraler Bestandteil. Es ist weiterhin möglich, das Spiel mit bis zu 3 Spielern zu spielen, wobei eine bessere Balance zwischen Solo- und Koop-Erlebnis herrscht. Solo ist das Spiel jetzt deutlich angenehmer als im ersten Teil.
Das Gameplay – Soulslike trifft Third-Person-Shooter
Remnant kombiniert klassische Souls-Like-Mechaniken mit Third-Person-Shooter-Gameplay. Man merkt schnell die klare Inspiration durch Spiele wie Dark Souls, aber gleichzeitig ist der Gameplay Fokus durch den Einsatz von Schusswaffen ein ganz anderer. Das Ergebnis davon ist ein hybrides Kampfsystem, das sich einzigartig anfühlt. Aktionen wie Ausweichen, Sprinten und Nahkampfangriffe verbrauchen Stamina. Ohne sie wird das Überleben schwer, also ist Ausdauer-Management extrem wichtig. Wenn du zu aggressiv spielst, bekommst du oft sehr viel Schaden. Wie in fast allen Souls Like haben die Bosse klare Angriffsmuster, die du über Tode hinweg auswendig lernst, damit du perfekt Dodgen kannst.
Der Fokus liegt auf Gewehren, Pistolen und Spezialwaffen. Es gibt zwar Nahkampf Waffen aber diese sind meist sekundär. Mit deiner Waffe musst du zielen, nachladen und auch auf deine Munition achten. Deine Waffen kannst du mit Mods ausstatten, wodurch sie vielleicht schneller schießen oder eine bestimmte Art von Schaden verursachen. Es gibt aber auch Beschwörungen, Explosions-Angriffe oder Heilfelder, die vor allem im Koop sehr hilfreich sind. Damit deine Waffen nicht zu stark sind, greifen viele der Gegner aus der Distanz oder in großen Gruppen an. Dadurch wirst du gezwungen ständig in Bewegung zu bleiben und die Deckung und Umgebung aktiv zu nutzen.
Nur gutes Aim reicht in den Remnant Spielen nicht, deine Builds sind genauso wichtig. Die richtige Kombi aus Traits, Waffen und Mods entscheidet über deine Stärke. Es gibt aber viele gute Möglichkeiten, mit denen du deinen Spielstil individualisieren kannst. Items wie Munition und Heal sind begrenzt, wodurch man konstanten Druck in den Bossfights hat und man etwas planen muss. Durch den Fernkampf und die Gegnergruppen sind die Kämpfe chaotischer und schneller als in klassischen Souls Spielen. Durch die Shooter-Elemente gibt es auch deutlich mehr Action.
Prozedurale Welten – Warum jeder Run anders ist
Eines der wichtigsten Features der Remnant-Reihe sind die prozedural generierten Spielwelten. Die Maps werden bei jedem Durchlauf neu zusammengestellt. Layouts, Gegner-Platzierung und Dungeon-Zugänge verändern sich ständig. Dadurch kann man sich nie auf bekannte Wege verlassen und es gibt weniger große Skips. Sogar einige der Bosse erscheinen nur in bestimmten Weltversionen genauso wie manche Nebenquests oder NPCs. Dadurch ist jeder Run einzigartig und man sieht auch im zweiten und dritten Run nochmal was komplett neues.
Die Welt bietet außerdem eine große Anzahl an Geheimnissen und versteckten Items. Es gibt verborgene Räume, alternative Bosskills oder spezielle Events, die man nur durch Erkundung finden kann. Manche Bosse muss man gezielt farmen, um bestimmte neue Waffen oder ähnliches zu erhalten. So etwas ist in anderen Souls-Like gar nicht möglich. Die Suche nach perfekten Items, Traits oder Mods bringt eine Langzeitmotivation.
Entwicklung von Gunfire Games – Vom Darksiders-Erbe zu Remnant
Gunfire Games entstand aus ehemaligen Entwicklern von Vigil Games, welche bekannt für die Darksiders-Reihe sind. Nach der Schließung des Studios wurde das Team neu formiert und ihr Fokus blieb auf actionreichen Third-Person-Systemen. Die Erfahrungen aus Darksiders prägten das Design von Remnant mit schnellem und direktem Kampfsystem. Der Fokus liegt klar auf Gameplay statt reiner Story-Lastigkeit. Mit Remnant ging das Studio ein bewusstes Risiko mit einer ungewöhnlichen Kombination ein. Doch dadurch, dass es kein etabliertes Genre war, gab es kaum direkte Konkurrenz.
Trotz all der Risiken bauten sie Remnant als ihre eigenständige IP auf. Sie hatten kein bestehendes Franchise als Grundlage und schufen eine eigene Welt, Lore und klarem Gameplay Fokus. Remnant hat einen schnellen Wiedererkennungswert durch seinen einzigartigen Genre-Mix. Die Entwickler sind aktiv auf das Feedback der Community eingegangen. Sie haben Balance-Anpassungen gemacht und brachten nach Release Quality-of-Life-Updates.
Beide Spiele haben nach Release noch DLCs bekommen, die neue Gebiete, Bosse und Story-Inhalte bieten. Dadurch kamen auch zusätzliche Builds und Ausrüstungen ins Spiel für noch mehr Abwechslung. Mit Remnant II schaffte das Studio den Schritt in den Mainstream. Das Spiel bekam eine deutlich höhere Reichweite und wurde von viel mehr Spielern gespielt. Außerdem brachte das Spiel verbesserte Technik, Systeme und Präsentationen.
Zukunft des Remnant Franchises
Nach dem Erfolg von Remnant II ist die Zukunft der Reihe vielversprechend. Es könnten noch weitere DLCs kommen die neue Welten, Archetypes und Story-Inhalte bringen. Aber auch ein dritter Teil ist in einigen Jahren realistisch. Das Konzept bietet noch viel Raum für Innovation, größere Welten und komplexere Systeme sind denkbar. Auch das prozedurale System kann noch ausgebaut werden mit mehr Variation bei Events, Story und Bossen, wodurch Runs noch individueller werden. Der Fokus auf dem Koop wird auf jeden Fall erhalten bleiben, vielleicht ändert sich die Gruppengröße oder es kommen in der Zukunft neue Modi.
Fazit – Ein einzigartiger Genre-Mix mit Zukunft
Die Remnant-Reihe zeigt eindrucksvoll, dass ungewöhnliche Genre-Kombinationen funktionieren können. Der Mix aus Souls-Like und Third-Person-Shooter sorgt für ein frisches Gameplay, das sowohl taktisches Denken als auch gutes Aim erfordert. Besonders die prozedural generierten Welten und der starke Koop-Fokus sorgen für einen hohen Wiederspielwert und langfristige Motivation. Während Remnant: From the Ashes den Grundstein gelegt hat, baut Remnant 2 das Konzept konsequent aus und hebt es auf ein neues Level. Mit weiterem Potenzial für DLCs und zukünftige Teile bleibt die Reihe spannend und könnte sich langfristig als feste Größe im Genre etablieren.
Laden Sie die Allkeyshop Browser-Erweiterung kostenlos herunter
Für alle aktuellen Videospiel-News, Trailer und besten Angebote, legen Sie uns unbedingt als Lesezeichen fest.
Auf unserer Webseite finden Sie alle besten und günstigsten Online-Angebote für CD-Keys, Game Codes, Geschenkkarten und Antivirensoftware von verifizierten CD-Key-Verkäufern.
Verpassen Sie keine News von Allkeyshop - abonnieren Sie auf
Google Nachrichten
.