Pixel Sundays: Escape From Tarkov – Der vielleicht härteste Shooter der Welt

Heute sprechen wir in unserem Pixel Sundays Artikel über ein Spiel welches ein ganzes Franchise geprägt hat. Heute geht es um Escape From Tarkov, ein Spiel welches seit mehr als 5 Jahren im Early Access war und erst gestern am 15. November 2025 in der Version 1.0 erschienen ist.

Zusammenfassung

Bei dem Spiel handelt es sich um einen Hardcore-Extracion-Shooter. Das heißt, du kommst auf die Karte mit Gegnern, Sowohl KI, als auch echte Spieler. Sammelst dort mehr Ausrüstung und versuchst am Ende zu entkommen. Doch was das Spiel so besonders macht, erfährst du jetzt hier.

Die Welt von Tarkov: Story, Fraktionen und Setting

Escape from Tarkov spielt in einer fiktiven Sonderwirtschaftszone an der Grenze von Russland und Europa. Diese Region sollte eigentlich ein Handelszentrum zwischen beiden Parteien sein, doch durch politische Skandale ist es kollabiert. Es ist schon einige Zeit vergangen und es wohnen kaum noch Leute in dieser nun Konfliktzone. Die Bezirke fangen an zu zerfallen, was man an der Industrie, Häfen, Wohngebieten und den Vorstädten sieht.  Die Atmosphäre ist genau das, was man von einer eher russischen Landschaft erwartet, dazu kommen dann noch die verlassenen Gebäude, Barrikaden und der Militäreinfluss.

Escape From Tarkov

In dieser Sonderwirtschaftszone herrscht ein Konflikt zwischen der USEC und der BEAR. Beide sind private Militärische Konzerne. Die USEC ist westlich orientiert und arbeitet für die TerraGroup. BEAR ist Russisch und arbeitet mit staatlicher Unterstützung im Hintergrund. Beide kämpfen um Daten, Kontrolle und das Kaschieren von Skandalen. Dieser Konflikt ist der Kern des Chaos in Tarkov.

Im Spiel findet man neben anderen Spielern auch Scavs. Bei ihnen handelt es sich um Bewohner, Banditen und Überlebenden. Diese sind meist unorganisiert und chaotisch. Die privaten militärischen Konzerne werden von den Spielern gespielt und man führt Aufträge für die jeweiligen Fraktionen durch. Man kann auch als Gruppe zusammen spielen, wodurch es sich noch mehr nach einem Einsatz anfühlt.

Doch man kann im Spiel keine klassische Story mit Cutscenes oder viel Inhalt erwarten. Die Story wird nur fragmentiert vermittelt durch die Händler-Quests, Umgebungsdetails, Funksprüche und Item-Beschreibungen. Man muss sich als Spieler also selbst zusammensetzen, was die Hintergründe sind. Von Händlern und Auftraggebern kann man Quests erhalten, diese liefern neben XP oder Items auch ein wenig mehr Lore. Jeder Händler hat seine eigenen Motive und Netzwerkstrukturen. Man erfährt auch immer wieder kleine Geschichten von verschwundenen Zivilisten, Schmuggel oder internen Konflikten. 

Escape From Tarkov

Hardcore Shooter DNA: Was Tarkov wirklich ausmacht

Bei Escape from Tarkov handelt es sich um einen Hardcore Shooter und das auf viele verschiedene Weisen. Fangen wir mit dem Schadensmodell an. Dieses ist ultra realistisch und distanziert sich von einer klassischen Lebensleiste. Du hast verschiedene Trefferzonen (Beine, Brust, etc.) mit individuellen Lebensbereichen. Wenn du getroffen wirst, kommt es zu Blutungen, Erschöpfungen und inneren Verletzungen. Diese Verletzungen beeinflussen deine Aktionen, doch zum Glück kannst du sie mit den richtigen Medikamenten selbst versorgen. Doch durch dieses System kann auch ein guter Treffer in deinem Kopf das Ende für deinen Raid bedeuten.

In Escape from Tarkov gehst du immer wieder auf Raids, um Items zu sammeln und Aufträge auszuführen. Wenn du auf einem Raid stirbst geht alles was du dabei hattest verloren, also muss man sich vorher entscheiden was man mit einpacken möchte. Es gibt eine riesige Spanne zwischen Risiko und potenziell großem Loot. Durch den permanenten Itemverlust gibt es auch eine permanente Spannung, denn jeder Raid kann dich ruinieren oder reich machen.

Escape From Tarkov

Um das ganze noch realistischer zu machen, gibt es in Tarkov nur ein minimalistisches HUD. Es gibt keinen Hitmarker, keine Richtungsanzeigen und generell kaum visuelle Hilfen. Man muss sehr auf seine Umgebung hören, um Gegner schon im Voraus hören zu können. Die Umgebung ist außerdem wichtig um sich in Deckung zu begeben und Gegnern aufzulauern. Man ist die ganze Zeit angespannt, wodurch eine extreme Immersion entsteht.

Beim Sound hat man auch versucht, so realistisch wie möglich zu bleiben. Die Schussgeräusche klingen realistisch, es gibt Hall und man kann die Distanzen von Footsteps an der Lautstärke bestimmen. Auch die Waffen sind realistisch mit starkem Rückstoß, den verschiedensten Munitionsarten für jede Waffe, Durchschlag und Flugbahn berechnung. Ohne Kopfhörer ist man im Spiel also quasi aufgeschmissen.

Der Körper deines Charakters hat Ausdauer, fühlt Schmerzen, kann Dehydrieren, sich Knochen brechen oder Schock-Effekte bekommen. Dies wird alles durch Aktionen im Spiel beeinflusst. Mit mehr Loot bist du schwerer und verlierst schneller die Ausdauer. Mit Schmerzen läuft man langsamer und kann fürs Zielen nicht mehr so ruhig atmen und vieles mehr. Man kann sich zwar gegen viele Verletzungen heilen, doch dieses System ist ziemlich komplex. Für verschiedene Beschwerden gibt es verschiedene Medikamente. Außerdem gibt es für die Wundversorgung sowohl Bandagen als auch Surgical Kits.

Escape From Tarkov

Also zusammenfassend ist das Spiel absoluter Hardcore, denn jeder Fehler kann deinen Tod und Verlust des Loots bedeuten. Doch wenn man vorsichtig und taktisch vorgeht, wird man belohnt, wodurch sich das Spiel immer spannend anfühlt. Wenn du einem Gegner begegnest, kommt es sofort zu Adrenalin-Momenten und man bekommt Angst davor, alles zu verlieren. Jeder Raid, auf den du dich begibst, ist einzigartig und es wird nie langweilig.

Gameplay-Loop: Raids, Loot und Extraktion

Der Gameplay-Loop von Escape from Tarkov ist eigentlich recht einfach. Du gehst mit deinem ausgewählten Equipment in die Welt. Läufst dann über die Map, lootest, führst deine Aufträge aus, kämpfst und versuchst natürlich zu überleben. Das kannst du entweder alleine tun oder in Gruppen von bis zu 5 Personen. Doch dafür hast du immer ein festes Zeitlimit, wenn du es nicht vor Ablauf der Zeit schaffst, verlierst du auch alles. Am Ende musst du immer zu einem von mehreren Extraktion Punkten kommen. Nur dort kannst du dann fliehen und deinen Loot sichern, doch dort begegnest du oft auch anderen Spielern. 

In Tarkov gibt es verschiedene Maps, auf denen verschiedene Dynamiken entstehen. Auf Factory sind beispielsweise viele Enge Innenräume, wodurch schnelle Kämpfe auf kurzen Distanzen entstehen. Customs bietet eine Mischung aus offenen Bereichen, Wohnblöcken und Industrie. Shorelines bietet Resorts, Wälder, offene Flächen und eine hohe Loot-Dichte mit großem PvP-Anteil. Und Streets of Tarkov bringt Urbane Kämpfe mit vielen Winkeln und vertikalen Ebenen.

Escape From Tarkov

Seltene Items wie Tech, Wertgegenstände und Questobjekte sind auf den Maps stark umkämpft. Wenn man schon weiß wo die Objekte Spawnen werden, hat man natürlich einen großen Vorteil. Denn Loot bestimmt deinen Fortschritt und wie gut es dir finanziell geht. In Tarkov gilt “Wissen ist Macht“, erfahrene Spieler kennen die besten Spawns und haben Vorteile, doch das kann jeder lernen.

Durch die Spieler gibt es eine dynamische PvP-Gefahr, die oft für eine Partei tödlich endet. Scavs bieten eine PvE-Bedrohung in Form von Patrouillen, Überraschungsmomenten und auch Bossen. Dieser Mix sorgt für wechselnde Intensität und ständigen Druck. Denn jeder Kontakt kann deine ganze Runde verändern oder auch beenden.

Egal wie toll der Loot ist, den du in einer Runde findest, dein Ziel bleibt es nicht zu sterben und am Ende zu Extrakten. Wenn du das nicht letztendlich in der gegeben Zeit schaffst, verlierst du alles. Du musst also immer abwägen, wann es Zeit ist zu gehen. Einige der Extraction Punkte haben Voraussetzungen wie Bezahlen, Items, Power Switches etc. Der Weg zu den Extraction Punkten ist oft der gefährlichste Teil des Spiels, weil du dort auf die meisten Spieler triffst. Aber die Spieler-Spawns etc. sind nie genau identisch, wodurch du nicht einfach immer die genau gleiche Route laufen kannst. Die Taktik kommt durch Mapkenntnis, Positionierung, Rotationen und gutes Achten auf die Sounds. Natürlich brauchst du auch ein wenig Glück, da auch der Loot random spawnt.

Escape From Tarkov

Die Hideout Ökonomie: Fortschritt außerhalb der Raids

Wenn du gerade nicht in einem Raid bist, befindest du dich in deinem Hideout. Diesen kannst du schrittweise ausbauen mit Werkstatt, Med-Station, Generator, Intelligenz-Center, Lager etc. Die Upgrades verbessern deinen Komfort durch Crafting, Heilung, XP-Gewinnung und Ressourcenproduktion. Dadurch gibt es auch eine langfristige Motivation, da dein Hideout mit jedem Fortschritt effizienter wird.

Wichtige Items wie Medikits, Schmerzmittel und High-End-Munition kannst du dir selbst herstellen. Doch dafür brauchst du Energie, Brennstoff und Wasser. Du kannst selbst entscheiden, ob du selbst Craften willst oder lieber alles beim Händler für Rubel verkaufst. Die Händler bieten die Waffen, Mods, Rüstung und Questitems, mit höheren Händler-Levels schaltest du auch bessere Ausrüstung bei ihnen frei. Die Preise, Warenverfügbarkeit und das Geld beeinflussen also auch deinen Spielfortschritt.

Escape From Tarkov

Neben den NPC Händlern gibt es auch noch den Flohmarkt. Dort handeln die Spieler untereinander. Die Preise dort bestimmen sich dynamisch ganz nach Angebot und Nachfrage. Seltene oder Meta-Items sind natürlich beliebter, aber kosten dementsprechend auch. Der Flohmarkt ist eine zentrale Geldquelle und beeinflusst die gesamte Wirtschaft im Spiel.

Doch leider lief bis jetzt nicht alles mit dem Markt perfekt. Durch zu starken Geldzufluss und zu wenig seltene Items kam es zur Inflation. Dazu kommen dann noch die Bots, welche den Markt konstant beobachten und seltene Items sofort kaufen, ohne Spielern die Möglichkeit zu bieten, diese billig zu bekommen. Es gibt auch einige Balancing Probleme, da manche Items viel zu wertvoll und andere nutzlos sind. Mit jedem Patch gibt es Wirtschafts-Umschwünge und neue Exploits.

Die Entwicklungsgeschichte, Kontroversen und Version 1.0

Die Entwicklung von Escape from Tarkov war ein langwieriger Prozess. Die Entwicklung startete Mitte der 2010er Jahre und die erste Spielbare Alpha ging 2016 online. Es gab eine Mehrjährige Closed-Beta/Early-Access-Phase mit stetigen Patches, technischen Reworks und Content Erweiterungen. Das Spiel war zu dieser Zeit auch nur über die eigene Website verfügbar. Dennoch war diese Zeit sehr erfolgreich und Escape from Tarkov konnte das Genre der Extraction-Shooter wieder extrem beliebt machen. Vorallem Hardcore Fans waren von dem Spiel schnell angetan und es wurden mit der Zeit immer mehr.

Escape From Tarkov

Nach fast einem Jahrzehnt endete nun offiziell die Beta-Ära. Am 15. November ist endlich die Vollversion 1.0 von Escape from Tarkov erschienen. Diese Version kam mit technischen Überarbeitungen, verbesserter Progression und einem stabileren System. Endlich ist also das fertige Tarkov da. Außerdem ist das Spiel jetzt auch erstmals auch über Steam verfügbar, wodurch das Spiel eine noch größere Reichweite bekommen kann. Da viele nicht über die externe Website das Spiel kaufen wollten.

Es gibt aber auch einige Kritiken, da das Spiel, wenn man es über Steam spielen will, neu gekauft werden muss. Leider gibt es keine kostenfreie Migration. Außerdem bieten die teuren Versionen Gameplay-Vorteile wie ein größeres Lager, doch das war auch schon im Early-Access der Fall.

Escape From Tarkov

In Zukunft sollen noch weitere Maps kommen und die bestehenden sollen überarbeitet werden. Ein großer Punkt ist Anti-Cheat, dieses soll stark verbessert werden, um ein Cheater freies Umfeld im Spiel zu schaffen. Auch die Performance soll weiter verbessert werden. Tarkov ist ein Vorreiter des modernen Extraction-Shooter-Genres und auch nach 10 Jahren Entwicklung wollen sie das bleiben.

Fazit: Warum Escape From Tarkov für viele der beste Survival-Shooter ist

Escape From Tarkov ist eines dieser wenigen Spiele, das eine ganze Generation von Survival- und Extraction-Shootern geprägt hat. Die Mischung aus realistischer Ballistik, permanenter Gefahr, taktischem Gameplay und echter Konsequenz sorgt für ein Erlebnis, das kaum ein anderes Spiel in dieser Form bieten kann. Jeder Raid ist ein Nervenspiel zwischen Risiko und Belohnung, jeder Fund kann alles verändern und jeder Fehler kann dein gesamtes Inventar kosten.

Escape From Tarkov

Gerade durch diese Intensität entsteht der legendäre Tarkov-Sog, der Spieler über Jahre hinweg bindet. Dazu kommen die komplexe Ökonomie, das Hideout als langfristiges Fortschrittssystem und eine Welt, die voller Details und Konflikte steckt, obwohl sie ihre Story nur in Fragmenten erzählt.

Mit dem Release der Version 1.0 endet nach fast zehn Jahren die Beta-Ära und Tarkov erreicht einen wichtigen Meilenstein. Trotz Kontroversen rund um Wirtschaft, Cheater und Editionen bleibt das Spiel für viele die Benchmark des Genres. Kaum ein anderer Shooter bietet ein vergleichbares Gefühl von Spannung, Belohnung und Immersion. Escape From Tarkov bleibt ein Spiel, das man nicht einfach spielt, sondern erlebt.


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