Pixel Sundays: Die Gilde – Vom mittelalterlichen Händler zur mächtigen Dynastie

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Von Spiele News
20. September 2026 keine Kommentare

Diese Woche ist Die Gilde 1 Remake: Europa 1410 erschienen. Damit kehrt eine deutsche Strategiespiel-Reihe zurück, deren Anfänge mehr als 20 Jahre zurückliegen. Die Reihe hat eine ganz eigene Grundidee und  zwar baut man sich im Mittelalter seinen eigenen Betrieb auf und versucht, damit viel Geld und Ruhm zu verlieren. 

Zusammenfassung

Doch die Gilde geht mit ihren Mechaniken noch weiter. Denn man muss eine Familie gründen und Erben bekommen, um seine Dynastie weiterzuführen. Über die Zeit kann man gesellschaftlich aufsteigen, politische Ämter übernehmen und sogar seine Konkurrenten mit Intrigen, Bestechung oder anderen Methoden ausschalten. Dieser besondere Mix aus Wirtschaftssimulation, Lebenssimulation, Rollenspiel und Politik sind was die Gilde besonders macht. Jetzt sprechen wir darüber, wie sich das Spiel über die letzten 20 Jahre entwickelt hat.

Europa 1400: Die Gilde – Hier begann 2002 alles

Das erste Spiel der Reihe erschien im Jahr 2002 von 4HEAD Studios unter dem Namen Die Gilde (international: Europa 1400: The Guild). Das Spiel ist der geistige Nachfolger von Die Fugger II. Der Schauplatz des Spiels ist Deutschland im 15. und 16. Jahrhundert mit spielbaren Städten wie Augsburg, Berlin, Dresden, Hannover und Köln. Das Spiel bot schon damals einen Multiplayer für bis zu 8 Spieler.

Die Gilde

Als Spieler startet man mit einer einzigen Figur und baut daraus eine ganze Familiendynastie auf. Um sein Leben aufzubauen, gibt es insgesamt zwölf Karrierewege/Berufe, die du verüben kannst. Zu den Berufen gehören klassische Berufe wie Schmied, Steinmetz und Tichler, es gibt aber auch ungewöhnliche Möglichkeiten wie Alchemist, Prediger oder Dieb. Zu Beginn wählst du deine familiäre Herkunft. Die Berufe deiner Eltern beeinflussen dann die Startcharaktere deines eigenen Charakters.

Deinen Betrieb musst du wirklich wirtschafltich führen, das heißt du musst arbeiter Einstellen, Rohstoffe einkaufen und festlegen welche Waren produziert werden. Die fertigen Waren musst du dann zum Markt bringen und dabei die ganze Zeit Preise und Absatz im Auge behalten. Später kann man einen Verwalter einstellen, der Teile deines Unternehmens automatisiert. Doch Geld alleine reicht nicht, man muss sich außerdem ein gesellschaftliches Ansehen aufbauen, politische Ämter übernehmen, Gegner verklagen, Drohbriefe schreiben und sogar deine Kontrahenten sabotieren und intrigieren. 

Dadurch ist die Gilde deutlich mehr als eine klassische Wirtschaftssimulation. Auch eine Echtzeit-3D-Welt war für das Konzept damals ebenfalls ungewöhnlich. In der Stadt konnte man Betreibe sowie Wohnhäuser kaufen. Doch die Anzahl der Gebäudeplätze war begrenzt weswegen man manchmal alte Gebäude ersetzen muss. Auch wenn man eine Echtzeit-Welt hat, läuft das Spiel in Jahren beziehungsweise Runden- Dadurch musste man innerhalb eines Jahres entscheiden, wofür man seine Zeit und Aktionen einsetzen wollte.

Die Gilde

Schon im ersten Teil war die Familie wichtig, man musste sich einen Partner suchen und eine Familie gründen. Dafür musste man der Partnerin Geschenke machen und jemanden umwerben. Du kannst dann auch Kinder bekommen und ihnen eine Ausbildung finanzieren. Nach deinem Tod kannst du mit der nächsten Generation weiterspielen. So kann man seine Dynastie über sehr viele Jahre entwickeln. Für die internationale Version wurde damals sogar mit 200 Jahren langen Familiendynastien geworben.

Im Jahr 2003 folgte die Erweiterung Gaukler, Gruften & Geschütze. Dadurch kam Nürnberg als zusätzliche Stadt mit ins Spiel. Auch die Berufe Schneider, Gaukler und Friedhofswärter kamen mit dazu. Zusätzlich zu neuen Berufen kam auch eine zusätzliche politische Ebene dazu.

Die Gilde 2 machte aus der Wirtschaftssimulation eine Lebenssimulation

Die Gilde 2 erschien im Jahr 2006 und wurde wieder von 4HEAD Studios entwickelt. Das Grundprinzip des Vorgängers bleibt bestehen, man baut sich seinen Betrieb auf, verdient Geld, steigt gesellschaftlich auf, gründet eine Familie und gewinnt an politischer Macht. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied. Die einzelnen Menschen der Dynastie stehen wesentlich stärker im Mittelpunkt. Deshalb wurde das Spiel auch ausdrücklich als Mix aus RPG und Lebenssimulation vermarktet.

Die Gilde

Bei der Charaktererstellung kann man sich für eine von vier Klassen entscheiden. Es gibt den Patron, Handwerker, Gelehrten oder Gauner. Jede Klasse eröffnet andere Betriebe und Karrierewege: 

  • Patron → Landwirtschaft, Gastronomie und Versorgung
  • Handwerker → Schmied, Schneider oder Tischler
  • Gelehrter → beispielsweise Alchemist oder kirchliche Laufbahn
  • Gauner → Diebstahl und andere kriminelle Wege

Das heißt aber auch, dass nicht jeder Charakter einfach jeden Betrieb übernehmen kann. Denn die verschiedenen Talente und Fähigkeiten der Charaktere beeinflussen ihre Erfolgswahrscheinlichkeiten bei bestimmten Aktionen. Durch Erfahrung kann man Charaktere weiterentwickeln.

In Die Gilde 2 kontrolliert man nicht mehr nur abstrakt seine Familie, sondern kann bis zu drei Mitglieder der eigenen Dynastie gleichzeitig direkt steuern. Dadurch kannst du beispielsweise einen Charakter um den Betrieb kümmern lassen, während ein anderer politische Kontakte pflegt und ein dritter etwas ganz anderes macht.

Die Gilde

Bei der Familienplanung hat sich nicht viel verändert, man wirbt immer noch um einen neuen Partner, bekommt Kinder und kann sie ausbilden. Doch man kann die Kinder besser auf verschiedene Berufe für später aufteilen. Der erste Sohn übernimmt beispielsweise den Familienbetrieb, ein anderes Kind geht in die Politik und ein weiteres kann Beziehungen zu einer konkurrierenden Dynastie aufbauen.

Neben dem Charakterlevel existiert ein eigenes Titel- und Gesellschaftssystem. Mit einem höheren Titel kann man mehr Betriebe, bessere Wohnhäuser, zusätzliche Aktionen und Zugang zu politischen Ämtern bekommen. Doch diese Titel muss man sich erst erarbeiten, was manchmal Generationen dauern kann. Der Aufstieg kostet teilweise enorme Geldsummen. Doch nur so kann man sich vom einfachen Bürger bis in höhere gesellschaftliche Schichten vorarbeiten.

Für politische Ämter benötigt man einen ausreichend hohen gesellschaftlichen Titel und man muss die entsprechenden Wähler für sich gewinnen. Dafür muss man Beziehungen verbessern, Geschenke machen, Leute bestechen oder seine Konkurrenten diskreditieren. Die Ämter bringen dann aber spielerische Vorteile. Zusätzlich kommt weiterhin das Rechtssystem, andere Familien können Verbrechen begehen und wenn man Beweise geen sie hat, können sie vor Gericht landen. Damit greifen Wirtschaft, Familie und Politik direkt ineinander.

Seeräuber, Venedig und Renaissance – Die Gilde 2 wurde immer größer

Die Gilde 2 hat einige große DLCs bekommen, das erste davon war Seeräuber der Hanse im Jahr 2007. Der Schwerpunkt verlagerte sich teilweise auf den Handel über das Meer. Damit kamen dann neue Mechaniken wie den Seehandel, Seeschlachten und Schiffe, die man ausrüsten kann. Insgesamt gibt es fünf Schiffstypen und 4 neue Karten. In der Stadt gibt es neue Gebäude wie den Hafen, Fischerhütten und sogar Piratenstützpunkte. 

Die Gilde

Passend dazu gibt es zwei neue Berufe: Pirat und Medicus. Zusätzlich bietet die Erweiterung drei neue Ämter beziehungsweise Adelstitel mit eigenen Privilegien. Durch den Seehandel musste man nicht mehr nur innerhalb einer Region handeln und es eröffneten sich neue Handelsrouten mit anderen Bedürfnissen. Die Piraterie ist gleichzeitig eine neue Möglichkeit, außerhalb klassischer Berufe Geld zu verdienen.

Eine weitere eigenständige Erweiterung war Die Gilde 2: Venedig, für diese wurde das Hauptspiel nicht benötigt. In diesem Spiel liegt der Schwerpunkt auf Venedig und der Adriaküste. Die Stadt bietet den bekannten venezianischen Baustil und Orte wie den Dogenpalast. Auch das Warenangebot wurde an das neue Szenario angepasst. Außerdem gibt es neue Rohstoffe und Handelswaren.

Artefaktherstellung wurde überarbeitet und um neue Baupläne erweitert. Natürlich kamen auch wieder neue Berufe ins Spiel wie Glaser oder Söldner. Dieses Spiel bot jedoch deutlich weniger große Veränderungen als Seeräuber und Hanse. Außerdem fehlte der aus Die Gilde 2 bekannte Multiplayer.

Die Gilde

Die Gilde 2: Renaissance wurde schließlich zu einer der umfangreichsten Fassungen von Die Gilde 2. Auch hierbei handelt es sich wieder um ein Standalone Spiel, für das man das Hauptspiel nicht benötigt. Die Entstehung dieses Spiels hängt eng mit der Modding- und Fan-Community zusammen. Denn es gab viele Community-Projekte, die Die Gilde 2 wieder stärker an den ersten Teil annähern wollten und schließlich wurde so ein Spiel von den Entwicklern entwickelt.

Mit Renaissance kamen 8 neue Berufe: Söldner, Totengräber, Steinmetz, Gaukler, Wirt, Bankier, Müller und Obstbauer. Dadurch wurden besonders Wirtschafts- und Produktionsketten erweitert. Beispielsweise produziert der Müller Mehl aus Getreide, das anschließend in anderen Betrieben weiterverarbeitet werden kann. Dazu kamen neue Karten, Szenarien, Gebäude, Waren und eine überarbeitete KI. Auch das Adelssystem wurde erweitert. Außerdem kamen neue Schwierigkeit Optionen.

Die Gilde 3 – Ein Nachfolger mit einem extrem schwierigen Start

Nach Die Gilde 2 dauerte es viele Jahre bis zum nächsten nummerierten Teil. Die Gilde 3 startete am 26. September 2017 im Early Access. Der ursprüngliche Entwickler des Spiels war GolemLabs und veröffentlicht wurde es von THQ Nordic. Die Grundidee sollte erneut die bekannte Kombination aus Wirtschaft, Familie, gesellschaftlichem Aufstieg, Politik und Intrigen sein. Ähnlich wie im ersten Teil startet man wieder im Jahr 1400 als einfacher Bürger und versucht, über mehrere Generationen eine mächtige Dynastie aufzubauen.

Die Gilde

Die Welt des Spiels ist deutlich größer und es gibt mehr Systeme. Dementsprechend gab es in der fertigen Version 13 historische Szenariokarten und ein zusätzliches Tutorial-Szenario. Die Schauplätze orientieren sich an Mittel- und Nordeuropa. Man befindet sich beispielsweise in Köln, London, Paris, Prag, Wien, Warschau, Augsburg, oder in der Hanse-Region. Zusätzlich gibt es Jahreszeiten, einen Tag-Nacht-Zyklus, unterschiedliche Berufe, einen Skilltree und freischaltbare Aktionen und Boni. Die Jahreszeiten und Tageszeiten können Ereignisse und Abläufe beeinflussen.

Man kann wieder seinen eigenen Betrieb erwerben, dort Arbeiter einstellen, Rohstoffe beschaffen, Waren produzieren und die Waren anschließend selbst verkaufen oder handeln. In der Finalen Version gibt es insgesamt 29 Berufsbezeichnungen die man in vier Berufszweige aufteilen kann. Diese Berufe konnten dann auch oft miteinander verbunden werden und es entstanden viele Produktionketten:

  • Nahrungsherstellung – 8: Bauer, Großbauer, Bäcker, Müller, Gastwirt, Fischer, Obstbauer und Metzger.
  • Handwerk – 7: Grobhandwerker, Schmied, Tischler, Schneider, Steinmetz, Töpfer und Kesselflicker/Tüftler.
  • Gelehrte – 8: Kräuterkundiger, Apotheker, Alchemist, Bader, Prediger, Stadtprediger, Medicus und Gelehrter.
  • Gaunerei – 6: Räuber, Dieb, Schmuggler, Landsknecht, Gaukler/Minnesänger und Totengräber.

In Die Gilde 3 wird die Politik noch direkter. Man kann wieder gesellschaftliche Titel erwerben, Gilden beitreten und politische Ämter übernehmen. Eine politische Position ermöglicht dann konkrete Eingriffe. Man kann die Wachen verteilen, Gefängnisstrafen beeinflussen, Entscheidungen über Gesetze treffen und sogar teilweise gegen konkurrierende Familien vorgehen. Dadurch bleibt Politik nicht nur ein Siegesziel, sondern gibt tatsächlich neue Macht über die Stadt.

Die Gilde

Der Early-Access-Start von Die Gilde 3 verlief recht problematisch. Deshalb änderte THQ Nordic im Jahr 2018 die Entwicklungsstruktur. Purple Lamp Studios wurde mit der weiteren Entwicklung beauftragt und GolemLabs zog sich aus der Fertigstellung zurück. Das heißt, Purple Lamp musste sich erstmal in die bereits existierende Codebasis einarbeiten, wodurch längere Zeit keine Updates kamen. 

Dann kümmerte sich das Studio um Bugs, Performance, Bedienung, Wirtschaft, Aktionssysteme und Politik. Im oberen Teil ging es immer um die fertige Version des Spiels als die von Purple Lamp. Version 1.0 von Die Gilde 3 erschien dann am 14. Juni 2022 also knapp fünf Jahre nach dem Early Access start. Ein Multiplayer-Modus war im Spiel natürlich auch wieder enthalten.

Die Gilde 1 Remake: Europa 1410 geht bewusst wieder zurück zu den Wurzeln

Das neueste Spiel der Reihe ist Die Gilde 1 Remake: Europa 1410. Der Early Access vom Spiel startete am 17. September 2026 und entwickelt wird das Spiel von Ashborne Games. Publisher ist wieder THQ Nordic. Ursprünglich hieß das Spiel nur The Guild – Europa 1410, doch der Titel wurde kurz vor Release bewusst in Die Gilde 1 Remake: Europa 1410 verändert. Damit wollten die Entwickler deutlich machen, dass sich das Spiel nicht primär an Die Gilde 2 oder 3 orientiert, sondern am ursprünglichen Europa 1400.

Die Gilde

Das neue Spiel unterscheidet sich stark von Teil 2 und 3. Man hat wieder eine stärkere strategische Perspektive. Die Charaktere werden weniger wie Figuren einer klassischen Lebenssimulation direkt durch die Stadt gesteuert. Denn der Fokus liegt wieder auf Betrieben, Wirtschaft, Dynastie und Politik. Man geht also bewusst wieder zurück zu den Mechaniken des ersten Teils, denn das war was die Fans vermisst haben.

Im Early Access gibt es bis jetzt die sechs Städte Graz, Kuttenberg, Nürnberg, Freiburg, Breslau und die Tutorial-Stadt Landsfort Herle. Bis jetzt gibt es auch nur folgende acht Berufe: Schmied, Schneider, Tischler, Steinmetz, Priester, Gastwirt, Alchemist und Parfümeur. Wie auch im ersten Teil muss man Arbeiter einstellen, Rohstoffe verarbeiten, Waren produzieren und die Produkte dann auf dem Markt verkaufen. Außerdem kann man über die Zeit seine Betriebe erweitern und Familienmitglieder als Meister eines Betriebs einsetzen und ihnen so die Verwaltungssaufgaben übergeben.

Die Wirtschaft ist deutlich detaillierter geworden. Zum Beispiel hängen die Preise mittlerweile unter anderem von Angebot, Nachfrage, Jahreszeit, eigenen Fähigkeiten und Gebäuden ab. Außerdem ist die Stadt in Bezirke und Viertel aufgeteilt, welche verschiedene Eigenschaften wie Kriminalität, Verwahrlosung oder Religiosität haben. Dadurch unterscheiden sich die Bedürfnisse der Bevölkerung. Beispielsweise verkaufen sich hochpreisige Waren nur schlecht in armen Gegenden. Das heißt, es lohnt sich nicht immer einfach, das teuerste Produkt herzustellen, da es dort viel weniger Käufer gibt.

Die Arbeiter sind ebenfalls deutlich wichtiger geworden. Deine Mitarbeiter unterscheiden sich nach Alter, Fähigkeiten und Erfahrung. Gute junge Arbeiter kosten mehr, man kann aber auch billigere unerfahrene Mitarbeiter selbst ausbilden. Lehrlinge können später zu Gesellen aufsteigen. Somit entwickeln sich nicht nur die eigenen Charaktere, sondern auch die Belegschaft der Betriebe.

Die Gilde

Auch die Familienplanung und die Weiterführung der Dynastie sind wieder ein wichtiger Teil des Spiels. Man kann wieder Partner umwerben, heiraten und Kinder bekommen. Innerhalb einer Kampagne durchläuft man wieder mehrere Generationen. In der Gesellschaft kann man durch Freundschaften, Bestechung und Erpressung aufsteigen und politische Ämter übernehmen. Wenn man weit genug aufsteigt, kann man sogar die Entwicklung der Stadt beeinflussen und beispielsweise neue Stadtmauern bauen, die Infrastruktur verbessern oder Gesetze erlassen.

Dem Spiel fehlen natürlich noch viele Inhalte, die im Laufe des Early Access oder zu Version 1.0 folgen sollen. Das nächste große Update wird das Stabby Update. Dieses bringt dann Diebe, Räuber, Gardisten, ein überarbeitetes Kampfsystem, Duelle, Einbrüche und das Überfallen von Warenkarren. Das zweite geplante Update ist das Backstabby Update. In diesem soll es dann einen Multiplayer für bis zu 12 Personen geben, Allianzen und Rivalitäten zwischen Dynastien, neue Siegbedingungen, eine überarbeitete Wirtschaft und eine zusätzliche Stadt.

Mit Version 1.0 sollen dann noch Geldleiher, Händler, Import und Export, Fremdwährung, Kredite, weitere Karten und ein ausgebautes Gildensystem geben. Dazu kommen noch monatliche Updates dazwischen die neue Items, Gameplay Interaktionen, Automationen, Kanonentürme und vieles mehr bringen.

Die Gilde

Fazit: Warum Die Gilde auch nach über 20 Jahren einzigartig ist

Die Gilde ist auch nach über 20 Jahren eine ziemlich einzigartige Spielereihe. Es gibt viele Wirtschaftssimulationen, Rollenspiele und Lebenssimulationen, aber nur wenige Spiele verbinden all diese Bereiche so stark miteinander. Du führst nicht einfach nur einen Betrieb, sondern baust gleichzeitig eine Familie auf, entwickelst deine Dynastie über mehrere Generationen weiter, steigst gesellschaftlich auf und mischst dich in die Politik der Stadt ein. Wirtschaft, Familie und Macht hängen dabei direkt miteinander zusammen.

Besonders ist auch, dass man nicht nur mit möglichst viel Geld gewinnen möchte. Ein erfolgreicher Betrieb kann zwar die Grundlage für den Aufstieg sein, doch irgendwann geht es genauso sehr um Beziehungen, politische Ämter, Intrigen oder darum, die eigene Familie für die Zukunft aufzustellen. Dadurch können sich zwei Kampagnen komplett unterschiedlich entwickeln, je nachdem, welchen Weg man mit seiner Dynastie einschlägt.

Genau deshalb funktioniert das Grundprinzip der Reihe auch heute noch. Die einzelnen Teile haben ihren Schwerpunkt zwar immer wieder verändert, doch diese Mischung aus Wirtschaft, Familie und Politik ist geblieben. Mit Die Gilde 1 Remake: Europa 1410 kehrt die Reihe jetzt sogar ganz bewusst zu dieser ursprünglichen Idee zurück. Ob das Remake langfristig an die beliebtesten Teile der Serie herankommt, wird sich erst nach dem Early Access zeigen. Das Konzept hinter Die Gilde ist aber auch mehr als 20 Jahre später noch etwas, das man in kaum einem anderen Strategiespiel findet.


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