Heute geht es in unserem Pixel Sundays Artikel mal wieder um ein altes Franchise, welches erst vor wenigen Tagen wieder einen neuen Teil veröffentlicht hat. Heute geht es um Heroes of Might and Magic, einem der ersten großen rundenbasierten Strategie Reihen mit Fokus auf Fantasy. Die Reihe hatte ihren Höhepunkt vor vielen Jahren und unter Ubisoft wurde der Tiefpunkt erreicht, doch jetzt wollen sie zurück in ihre Goldene Ära.
Zusammenfassung
- Der Anfang – Von Might and Magic zu Heroes of Might and Magic
- Das Spielprinzip – Warum Heroes so süchtig macht
- Heroes of Might and Magic II und III – Der Klassiker wird zur Legende
- Der Bruch – Heroes IV, 3DO und das Ende einer Ära
- Die Ubisoft Ära – Neustart, Experimente und verlorene Magie
- Heroes of Might and Magic: Olden Era – Die große Rückkehr der alten Magie
- Fazit – Ein Franchise wie ein altes Zauberbuch
Das Franchise fasziniert durch seinen typischen Gameplay Loop, in dem man seinen Held auswählt, die Karte erkundet, Ressourcen sammeln, um mehr Truppen zu bekommen, um sich gegen die anderen Reiche durchsetzen zu können. Dieses doch so simple Spielsystem kann einen für Stunden fesseln und komplett einnehmen. Der “nur noch eine Runde” Effekt steht hier groß im Vordergrund. Jetzt ist Heroes of Might and Magic: Olden Era erschienen und möchte wieder genauso sein wie die beliebten Spiele von früher. Und um das zu überprüfen, gucken wir uns an wie es früher alles war und werfen dann noch einen ausführlichen Blick auf den neuesten Titel der Reihe.
Der Anfang – Von Might and Magic zu Heroes of Might and Magic
Der Ursprung von allem liegt im noch größeren Might and Magic Universum, welches ursprünglich eine Rollenspiel Reihe von New World Computing war. Heroes of Might and Magic entstand dann als rundenbasierter Strategie-Ableger. Das erste Spiel erschien im Jahr 1995 unter dem Titel Heroes of Might and Magic: A Strategic Quest für MS DOS. Der erste Teil wurde von New World Computing entwickelt. Die Idee und Regie für das Spiel hatte Jon Van Caneghem, welcher eng mit Might and Magic verbunden war.
Das “Heroes” Spiel waren keine klassischen Ego-Rollenspiele mit Heldengruppe, sondern man übernahm die Kontrolle von Helden auf einer Abenteuerkarte. Im ersten Teil gibt es vier Fraktionen bzw. Klassen: Knight, Barbarian, Sorceress oder Warlock, aus denen du wählen konntest. Im Spiel erkundest du die Karte, die in Nebel gehüllt ist, sammelst Ressourcen, baust deine Burg aus, rekrutierst Einheiten und führst taktische Kämpfe aus. Ressourcen wie Gold, Holz, Eru und seltene Materialien konntest du aus Lagern und Minen gewinnen, um damit Gebäude zu bauen oder neue Kreaturen anzuwerben. Diese Einheiten kämpfen dann zusammen mit deinen Helden gegen feindliche Armeen, es gab schon damals Kreaturen wie Drachen, Zyklopen, Phönixe, Paladine und viele mehr.
Die Kämpfe liefen rundenbasiert auf einem separaten Kampfbildschirm ab, während die Erkundung über die Abenteuerkarte funktionierte. Der erste Teil war deutlich leichter als spätere Titel, aber dadurch wurden erste Grundlagen festgelegt. Der Fortschritt war langsam, aber man hatte sein Ziel immer vor Augen, wodurch das Spiel seinen ganz eigenen Charme hatte. Aus einem RPG Universum wurde damit eine Strategie-Reihe, die sich schnell eine eigene Identität aufgebaut hat.
Das Spielprinzip – Warum Heroes so süchtig macht
Wie gerade schon erwähnt, verbindet Heroes eine rundenbasierte Weltkarte mit taktischen rundenbasierten Kämpfen. Auf der Abenteuerkarte bewegst du deine Helden von Ort zu Ort, dort sammeln sie Ressourcen, Artefakte, Schätze und übernehmen Minen oder Städte. Mit den Ressourcen kannst du dir verschiedene Truppen rekrutieren oder deine Städte für noch mehr Boni ausbauen. Neue Kreaturen kann man jede Woche rekrutieren, weswegen man wöchentlich neu starten kann. Man muss jede Runde entscheiden, wohin der Held laufen soll, welche Mine wichtiger ist oder was man gerade zuerst bauen soll, wodurch es eine große taktische Ebene gibt. Deine Helden, von denen du auch mehrere gleichzeitig haben kannst sammeln Erfahrung, steigen auf, lernen Fähigkeiten und nutzen Zauber in den Kämpfen.
In deinen Armeen kannst du normale Soldaten wie Bogenschützen und Co. haben. Aber es gibt auch eine große Auswahl an verschiedenen Fantasy-Kreaturen mit verschiedenen Stärken: Greifen, Vampire, Skelette, Drachen, Engel, Zyklopen, Phönixe, Paladine. Jede Fraktion hat ihren eigenen Stil mit eigenen Truppen wie etwa: Ritter und Engel, Untote und Vampire, magische Kreaturen, Babaren oder Drachenarmeen. Die Kämpfe finden auf einem taktischen Schlachtfeld statt mit Hexfeldern und Rasterstruktur. Trotzdem sind die Kämpfe recht simpel gehalten. Die Einheiten ziehen nacheinander, sie können sich bewegen, angreifen, zaubern oder warten. Die taktische Tiefe entsteht durch Positionierung, Initiative und das passende Verwenden von Zaubern.
Dieses Spielsystem hat sich nicht stark über die Zeit verändert und ist auch im aktuellen Spiel Olden Era sehr ähnlich. Besonders spaßig ist das Spiel im Multiplayer bzw. Im Hotseat Multiplayer, dadurch können mehrere Spieler an einem PC abwechselnd Züge machen, wodurch es schon einen sehr frühen Multiplayer bot. Heroes fühlt sich nicht trocken an, weil jede Karte wie ein kleines Fantasy-Abenteuer funktioniert, nicht wie eine reine Tabellen Strategie.
Heroes of Might and Magic II und III – Der Klassiker wird zur Legende
Heroes of Might and Magic II: The Succession Wars erschien 1996 und wurde von New World Computing entwickelt. Das Spiel baute die Formel des ersten Teils deutlich aus mit mehr Umfang, Persönlichkeit, stärkerer Fantasy Atmosphäre und einem märchenhafter Look. Doch der Gameplay-Loop blieb derselbe. Das Spiel fühlte sich nicht wie ein kompletter Neustart an, sondern wie eine deutlich rundere Version des Originals.
Heroes of Might and Magic III: The Restoration of Erathia erschien 1999 und wurde ebenfalls von New World Computing entwickelt. Heroes III gilt als der bekannteste und bei vielen Fans beste Teil der Reihe. Das Spiel machte einen großen Sprung mit mehr Städten, mehr Einheiten, größeren Karten, bessere Balance, stärkere Präsentation und mehr Langzeitmotivation. Dazu kamen dann noch viele neue Fraktionen mit ihrem eigenen Stil, eigenen Kreaturen, eigener Stadtmusik und einem eigenen Gefühl. Auch das Overlay der Städte hatte sich stark verändert, man sah nicht nur Gebäude sondern eine wachsende Fantasy-Stadt. Der Soundtrack von Heroes 3 stammt von Paul Romero, Rob King und Steve Baca. Dieser bleib vielen Spielern besonders in Erinnerung. Große Karten und lange Matches machten Heroes III ideal für Wochenenden, Ferien oder Hotseat-Abende mit Freunden.
Heroes of Might and Magic 3 ist auch in einer HD-Version auf Steam und GoG verfügbar. Es ist immer noch das gleiche Spielgefühl mit allen Erweiterungen und einer besseren Grafik optimiert für moderne Bildschirme. Die Community hält das Spiel bis heute am Leben durch Fan Karten, Multiplayer und Mods. Eine große Fan Erweiterung ist Horn of the Abyss, diese kann man auf Steam und Gog im Workshop herunterladen. Diese bringt neue Städte, Kampagnen, Szenarien und viele Verbesserungen. Heroes III ist nicht nur „ein alter Klassiker“, sondern ein Spiel, das sich für viele wie ein fester Teil ihrer PC Kindheit anfühlt. Mit Heroes II fand die Reihe ihren Stil, mit Heroes III wurde daraus eine Legende.
Der Bruch – Heroes IV, 3DO und das Ende einer Ära
Heroes of Might and Magic IV erschien im Jahr 2002 und wurde wieder von New World Computing entwickelt. Teil vier war deutlich experimenteller als Heroes II und III. Die größte Änderung gab es bei den Helden. Diese standen nun mit den Truppen auf dem Schlachtfeld und konnten aktiv Kämpfen. Zuvor haben sie nur durch Fähigkeiten und getragene Artefakte die Armee unterstützt. Dadurch fühlte sich Heroes IV stärker nach einem Rollenspiel an und entfernte sich von der klassischen Formel. Es war dadurch auch möglich, mehrere Helden in einer Armee zu haben oder gar keinen Helden, doch dann gab es Einschränkungen.
Zusätzlich wechselten die Abenteuerkarte und Kämpfe zu einer festen isometrischen 3D Darstellung. Für manche Fans waren diese Änderungen spannend, da sie mehr Tiefe und neue Möglichkeiten brachten. Jedoch vermisste der Großteil der Spieler die eingespielte Formel. Heroes IV war kein schlechtes Spiel, aber ein Spiel, das bewusst mit Erwartungen gebrochen hat.
Jetzt gibt es einen kurzen historischen Kontext. Seit 1996 gehört New World Computing zur 3DO Company. Doch Anfang der 2000er geriet 3DO stark in wirtschaftliche Probleme. Daraufhin wurden im April 2002 große Teile des New World Computing Teams entlassen. Im Jahr 2003 meldete 3DO dann die Insolvenz an. Dadurch bekommt Ubisoft die Möglichkeit sich im Jahr 2003 die Rechte an Might and Magic zu kaufen. Durch die Insolvenz von 3DO verschwand New World Computing endgültig. Mit Heroes IV endete nicht nur ein Kapitel, sondern die ursprüngliche New World Computing Ära.
Die Ubisoft Ära – Neustart, Experimente und verlorene Magie
Nachdem Ubisoft die Rechte an der Might and Magic Reihe gekauft hatte, erschien im Jahr 2006 Heroes of Might and Magic V. Mit diesem Spiel wollten sie den großen Neustart der Reihe einleiten. Entwickelt wurde Heroes V von Nival Interactive und veröffentlicht wurde es von Ubisoft. Das Spiel brachte eine neue Welt Ashan, in der es spielt, ohne Verbindung zur alten New World Computing Welt. Ubisoft wollte damit Might and Magic als stärkeres einheitliches Fantasy-Universum neu aufbauen. Im Spiel wurde auf moderne 3D Grafik gesetzt, dadurch wirkt das Spiel moderner aber ist anders als die alten 2D Klassiker. Doch trotz des Neustarts orientiert sich Heroes V wieder stärker an Heroes III als an Heroes IV.
Das Spiel wurde von Kritikern gelobt und war auch ein kommerzieller Erfolg. Bis Ende 2006 verkaufte sich Heroes V über 350.000 Mal und erreichte Platz 1 der Verkaufscharts in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Heroes V erhielt mehrere Erweiterungen, darunter Hammers of Fate und Tribes of the East. Diese Erweiterungen brachten neue Klassen, Einheiten, Helden, Maps und mehr. Für viele Fans gilt Heroes V als stärksten Teil der Ubisoft Ära, denn danach ging es steil bergab.
Danach wurde die Identität der Reihe schwieriger: Might and Magic Heroes VI und Might and Magic Heroes VII hatten gute Ansätze, konnten aber nicht mehr dieselbe kulturelle Wucht entwickeln. Ubisoft wollte die Marke Might and Magic stärker machen und änderte dadurch den Namen der neuen Spiele. Doch das sorgte für noch mehr Distanz zur alten Markenidentität. Heroes VI und VII blieben weiterhin Fantasy-Strategien, wirkten aber stärker wie moderne Ubisoft Projekte innerhalb der Ashan Welt.
Zusätzlich kam es in den Spielen oft zu Performance Problemen und kritischen Bugs wie schwarze Bildschirme oder Verbindungsprobleme im Multiplayer. Heroes V zeigte, dass die alte Formel noch funktionieren konnte, aber Heroes VI und VII machten deutlich, wie schwer es war, den Geist von Heroes III neu einzufangen. Viele Spieler hielten an Heroes III fest, andere mochten Heroes V als modernen Kompromiss. Genau deshalb ist der neueste Titel Olden Era so spannend, weil es wieder stärker nach Rückkehr zu den Wurzeln klingt.
Heroes of Might and Magic: Olden Era – Die große Rückkehr der alten Magie
Heroes of Might and Magic: Olden Era ist der erste neue Haupttitel der Reihe seit mehr als 10 Jahren. Das Spiel startet am 30. April 2026 in den Early Access auf Steam. Entwickelt wurde das Spiel von dem unabhängigen Studio Unfrozen und der Publisher ist Hooded Horse mit Unterstützung von Ubisoft. Das Spiel soll ein bewusstes Signal an die Fans sein, dass es wieder wie früher ist. Der Name ist wieder Heroes of Might and Magic, und Olden Era ist ein Mix aus Alter und Goldener Era. Bei dem Spiel handelt es sich um einen Prolog zur bekannten Reihe. Natürlich spielt es auch wieder in der Welt Enroth wie Heroes 3 und führt die Spieler in bisher unbekannte Regionen.
Die klassische Formel ist wieder klar im Fokus: Helden führen, Karte erkunden, Städte bauen, Armeen rekrutieren, Artefakte sammeln und Gegner mit Magie und Kreaturen besiegen. Im Early Access gibt es bereits sechs Fraktionen mit neuen Kreaturen. Außerdem gibt es einige Modi für Einzelspieler und Multiplayer. Von der Story gibt es bis jetzt den ersten Akt der Kampagne, doch es gibt zusätzlich Szenarien mit abgeschlossenen Geschichten, Skirmish-Modi und einen Karteneditor. Außerdem gibt es Extra-Modi wie: Classic, One Hero, Arena, Zufallskartengenerator, Koop und Multiplayer. Durch den Karteneditor kann die Community jetzt schon für andere Spieler mehr Karten entstellen und so viele weitere Inhalte bieten.
In den ersten 24 Stunden verkaufte sich das Spiel bereits über 250.000 Mal und konnte so schon die Entwicklungskosten decken. Auch den Spielern gefällt das Spiel mit 89% positiven Bewertungen nach wenigen Tagen und einem Peak von 53,587 gleichzeitigen Spielern. Der starke Start zeigt, dass die Fanbase nicht verschwunden ist, sondern offenbar lange auf einen passenden neuen Teil gewartet hat. Die Entwickler werden in nächster Zeit weitere Updates mit mehr Kontent wie weiteren Akten für Kampagne und mehr Fraktionen ins Spiel bringen. Olden Era zeigt, dass Heroes nie wirklich verschwunden war. Die alte Magie hat nur auf den richtigen Moment für ihr Comeback gewartet.
Fazit – Ein Franchise wie ein altes Zauberbuch
Heroes of Might and Magic ist eine dieser Reihen, die man schwer nur über Grafik, Verkaufszahlen oder einzelne Mechaniken erklären kann. Der Reiz liegt im Gesamtgefühl. Man startet klein, sammelt Ressourcen, entdeckt die Karte, baut seine Stadt aus und merkt irgendwann, dass aus einer kurzen Runde ein ganzer Abend geworden ist.
Von New World Computing über Heroes III bis zu Ubisoft und Olden Era hat die Reihe viele Phasen erlebt. Nicht jeder Teil war gleich beliebt, aber die Grundidee blieb stark. Gerade deshalb wirkt Olden Era nicht nur wie ein neues Spiel, sondern wie eine Erinnerung daran, warum diese Art von Strategie überhaupt so geliebt wird.
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