
Riot Games hat seinen Kampf gegen Cheater in taktischen Shootern mit einem äußerst aggressiven Update für seine Vanguard-Sicherheitssoftware verschärft.
Das Update greift gezielt bösartige Hardware an und entfacht eine intensive Debatte über die Grenzen von Anti-Cheat-Systemen auf Kernel-Ebene.
- Riot Games hat Vanguard aktualisiert, um Direct Memory Access (DMA)-Cheat-Firmware zu blockieren, die SATA- und NVMe-Laufwerke nutzt.
- Betroffene Nutzer berichten, dass ihre Hardware vollständig unbrauchbar wird und eine komplette Neuinstallation des Windows-Betriebssystems erfordert, um wieder zu funktionieren.
- Das Studio sieht sich mit massiver Kritik aus der Community und einer möglichen rechtlichen Prüfung bezüglich Hardware-Schäden konfrontiert, obwohl Ingenieure klarstellen, dass die Geräte lediglich blockiert und nicht dauerhaft zerstört werden.
Wie wirkt sich das neue Vanguard-Update auf Cheater aus?
Das neueste Vanguard-Update in Valorant deaktiviert Direct Memory Access (DMA)-Firmware vollständig und zielt speziell auf PCIe-FPGA-Platinen ab, die über SATA- oder NVMe-Steckplätze verbunden sind.
Sobald diese erkannt werden, löst das Anti-Cheat-System eine IOMMU-Neustartwarnung aus. Dies macht die Cheat-Firmware völlig unbrauchbar, selbst wenn Valorant deinstalliert ist oder der PC im Leerlauf läuft. Technischen Berichten zufolge, die online und in sozialen Medien kursieren, arbeitet die Sicherheitssoftware auf Kernel-Ebene, um diese hardwarebasierten Cheats abzufangen.
Da DMA-Geräte Standard-Schutzmechanismen des Betriebssystems umgehen, verhindert Vanguard nun, dass die Firmware überhaupt mit dem System kommuniziert. Diese Einschränkung hat bei böswilligen Akteuren zu weit verbreiteter Frustration geführt, die feststellen mussten, dass das bloße Löschen des Spiels die Sperre nicht aufhebt.
Branchenreporter bestätigten, dass die Sicherheitsmaßnahmen in der Systemarchitektur aktiv bleiben. Dies zwingt betroffene Personen, eine destruktive, vollständige Neuinstallation des Betriebssystems durchzuführen, um die grundlegende Gerätefunktionalität wiederzuerlangen.
Riot Games has released a new update for Valorant’s Vanguard anti-cheat system aimed at stopping advanced DMA (Direct Memory Access) cheating hardware.
— Pirat_Nation (@Pirat_Nation) May 22, 2026
Vanguard anticheat now damages the firmware of these devices upon detection. It can be repaired, but bricking a person's… pic.twitter.com/ARG5V9GbBT
„Ein 6.000-Dollar-Briefbeschwerer“: Riot Games reagiert auf Spielerbeschwerden
Anstatt technischen Support anzubieten oder den aggressiven Patch zurückzunehmen, hat sich Riot Games öffentlich über die Personen lustig gemacht, die von der Hardware-Sperre betroffen sind.
Die offizielle Anti-Cheat-Abteilung des Studios veröffentlichte ein Bild von beschlagnahmten DMA-Geräten zusammen mit einer klaren Aussage: „Herzlichen Glückwunsch an die Besitzer eines brandneuen 6.000-Dollar-Briefbeschwerers„.
Der Anti-Cheat-Analyst von Riot Games, GamerDoc, bekräftigte die Unternehmenshaltung. Er machte öffentlich, dass die Tatsache, dass man Tausende von Dollar für spezielle Cheat-Systeme ausgibt, nur um von einem Standard-Sicherheits-Popup gestoppt zu werden, die Wirksamkeit der neuen Erkennungssysteme unterstreicht.
Der kompromisslose Ansatz des Entwicklers verdeutlicht einen branchenweiten Wandel hin zu Null-Toleranz-Richtlinien im kompetitiven PC-Gaming. Während traditionelle Sperren auf Spielerkonten abzielen, richtet sich diese Strategie gegen die finanziellen Investitionen chronischer Regelbrecher.
congrats to the owners of a brand new $6k paperweight https://t.co/3rjZVQntrc pic.twitter.com/fS3JC0FL0p
— Riot Games (@riotgames) May 21, 2026
Ist es legal, dass Anti-Cheat-Software Hardware blockiert?
Ob diese Praxis gegen digitale Schutzgesetze verstößt, hängt davon ab, ob die Hardware dauerhaft beschädigt oder lediglich in ihrer Funktion eingeschränkt wird.
Rechtsexperten und Spieler haben auf den Computer Fraud and Abuse Act (CFAA) verwiesen. Dieser verbietet strengstens die vorsätzliche oder leichtfertige Übertragung von Code, der unbefugte Schäden an Personalcomputern verursacht.
Sollte Vanguard Komponenten von Verbrauchern dauerhaft zerstören, könnte Riot Games einer erheblichen Haftung und möglichen Sammelklagen von Verbrauchern ausgesetzt sein. Das Risiko von False Positives wirft ebenfalls Bedenken auf, da ein einziger Fehler versehentlich die teure Hardware-Konfiguration eines legitimen Spielers einschränken könnte.
Unabhängige Hardware-Ingenieure sind jedoch hervorgetreten, um die genaue technische Realität der Situation zu klären.
Reverse-Engineers weisen darauf hin, dass Vanguard die Komponenten nicht physisch zerstört. Vielmehr blockiert es die Kommunikation des Geräts auf jedem System, auf dem das Anti-Cheat-System aktiv ist. Wenn die DMA-Hardware entfernt und auf einem Computer ohne Vanguard installiert wird, funktioniert sie normal, was bedeutet, dass Riot Games wahrscheinlich innerhalb des rechtlichen Rahmens agiert.
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