Cult of the Lamb gehört seit 2022 zu den bekanntesten Indie-Roguelike-Spielen. Das Videospiel verbindet Dungeon-Kämpfe mit dem Aufbau eines eigenen Kults. Genau dieses Konzept bringt Paper Fort Games jetzt auch auf den Tisch bei dir Zuhause. Auf der SPIEL in Essen, der größten Brettspielmesse der Welt, konnte ich dieses Jahr das Brettspiel selbst ausprobieren.

- Cult of the Lamb: The Board Game kombiniert strategischen Kultaufbau mit Dungeon-Kämpfen und unterstützt insgesamt ein bis vier Spieler.
- Auf der SPIEL Essen 2026 konnten wir das Brettspiel ausprobieren und unter anderem seine unterschiedlichen Waffen- und Upgrade-Systeme kennenlernen.
- Nach einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne ist die Auslieferung des Brettspiels derzeit für Dezember 2027 geplant.
Im Mittelpunkt stehen zwei Gameplay-Phasen: einmal Base Building und Dungeon Crawling. Dabei übernimmt jeder Spieler die Kontrolle über seinen eigenen Kult mit eigenen Anhängern und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Dennoch muss man im Dungeon immer mal wieder zusammenarbeiten.
Paper Fort Games entwickelt das Spiel in Zusammenarbeit mit Massive Monster und Devolver Digital. Am 21. Juli 2026 wurde das Spiel auf Kickstarter veröffentlicht und die Finanzierung endete schon am 14. August 2026. In dieser Zeit wurden rund 2,61 Millionen britische Pfund von 14.029 Backern eingesammelt.
Man kann das Spiel alleine spielen oder mit bis zu insgesamt 4 Personen. Das Spiel kombiniert Worker Placement, Dungeon Crawling und Würfel basierte Kämpfe. Das Spiel soll voraussichtlich im Dezember 2027 ausgeliefert werden.
Zwei Spielphasen: Kultaufbau und Dungeon Crawling
Das Brettspiel übernimmt die beiden wichtigsten Gameplay-Elemente aus dem Videospiel. Jede der vier Spielrunden kombiniert Dungeon Crawling und Kultaufbau. Beim Dungeon Crawling betreten alle Spieler zusammen Dungeons und kämpfen gegen unterschiedliche Gegner.
Dort sammelt man Belohnungen, die einem selbst bei der weiteren Entwicklung des Kults und des Spielers helfen. Es gibt verschiedene Waffen, Tarotkarten und Upgrades, welche deine persönliche Kampfstärke beeinflussen. Am Ende eines jeden Dungeons stehen die bekannten Bischöfe des alten Glaubens.
Wenn man wieder aus dem Dungeon rauskommt, gibt es einen Base Building Teil. Du hast deinen Kult durch Upgrades immer weiter aus und schickst dann deine verschiedenen Anhänger zu verschiedenen Aufgaben. Je nachdem welche Stärke sie haben, bekommen sie dabei zusätzliche Belohnungen durch ihre Upgrades.
Man kann seine Anhänger dann auf verschiedene Aufgaben verteilen, wodurch du mehr Ressourcen bekommst, deine Waffe Upgradest oder vieles mehr. Deine Anhänger können auch bis auf Stufe 3 verbessert werden, wodurch sie ihre Aktionen besser machen und mehr Belohnungen sammeln. Man muss sich entscheiden, welche Ressourcen man in seinen Kult invertieren muss und welche man in der Zukunft braucht.
Die beiden Mechaniken greifen ineinander, denn im Dungeon kann man, je nachdem, welchen Weg man geht, neue Anhänger freischalten oder die passenden Ressourcen, die man für Upgrades braucht, bekommen. Im Gegensatz zum Videospiel hat jeder Spieler seine eigenen Anhänger und seinen eigenen Kult und man steht mit ihnen in direkter Konkurrenz.
Waffen, Tarotkarten, Flüche und unterschiedliche Builds
Besonders wichtig in der Dungeon-Phase ist das Kampfsystem. Je nachdem, welche Waffe man hat und ob sie schon verbessert ist, macht man unterschiedlichen Schaden. Jede Waffe besitzt ihre eigene Mechanik, wodurch verschiedene Spielweisen ermöglicht werden.
Um Schaden zu machen, würfelt man. Doch ein anderes Ergebnis kann bei einer anderen Waffe anderen Schaden machen. Die Würfel haben Schaden, Symbole und Sterne, diese sind alleine gemischt oder man hat leere Seiten.

Nehmen wir als Beispiel den Hammer, welcher unter bestimmten Bedingungen besonders hohen Schaden verursachen kann. Die meisten Waffen machen 1 oder 2 Schaden pro gewürfeltes Schadens Symbol, der Hammer aber macht immer wenn er 3 Schadens-Symbole macht direkt 12 Schaden und kann damit oft den letzten Schlag machen. Wer den meisten Schaden an einem Gegner gemacht hat, bekommt am Ende dafür mehr Punkte.
Um Schaden zu machen wird der Reihe nach immer von einen Spieler ein Würfel auf eins der Monster gelegt gegen dass man gerade kämpft. Das heißt, man kann auch erst einen Würfel mit zwei Schadens-Symbolen zu dem Monster legen und dann in seiner zweiten Runde einen Würfel mit einem Schadenspunkt.
Wenn man alleine kämpft, macht man das alleine, doch wenn mehrere Spieler in einem Raum sind, kämpfen auch alle Spieler gegen alle anderen. Wenn alle Spieler keine Würfel mehr haben, machen die Gegner Schaden und dann beginnt die nächste Kampfrunde. Wenn man aber wenigstens bei allen Gegner einmal Schaden gemacht hat, bekommt man überall wenigstens ein bisschen Punkte.
Man kann seine Ausrüstung an die geplante Strategie anpassen. Tarotkarten sorgen für zusätzliche Effekte und Verbesserungen im Kampf. Verschiedene Kombinationen aus Waffen und Tarotkarten ermöglichen unterschiedliche Builds.
Außerdem hat jeder Spieler noch Flüche, mit denen man weiteren Schaden anrichten kann. Die Würfel-Mechanik fühlt sich sehr gut an, doch man braucht auf jeden Fall eine gewisse Zeit, um in alle Systeme reinzukommen.
Vier Bischöfe, zahlreiche Bosskämpfe und der Kult
Die vier bekannten Bischöfe und sogar noch ein extra Boss kehren als Hauptgegner zurück. Leshy, Heket, Kallamar und Shamura stammen direkt aus dem Videospiel. Im Verlauf einer Partie tritt man gegen unterschiedliche Bischöfe an und jeder Bischof wird schwerer und hat eigene Belohnungen.
Eine Partie dauert schnell mehrere Stunden, wenn man nicht so viel Zeit hat, kann man aber auch nur einen Bischof spielen oder wenn man eine Challenge will, Bischof 1, 3 und den Endboss, wodurch man weniger Zeit hat, sich auszurüsten.
Jeder Bischof hat nochmal drei verschiedene Minibosse, wodurch es einiges an Abwechslungen und Action gibt. Die zusätzlichen Endkämpfe besitzen besondere Regeln und finden in einem extra Dungeon statt. Dort sind auch zuvor gesammelte Siegpunkte wichtig.

Im Cult of the Lamb Board Game findet man viele Anhänger aus dem Videospiel wieder. Natürlich machen die Anhänger auch Poop wodurch sie krank werden und sogar sterben können, also ist ein recht wichtige Krankheit es wieder aufzuwischen. Man muss stetig abwägen, welche Verbesserungen man machen will und welche Aufgaben deine Anhänger unternehmen sollen.
Release, Editionen und mögliche Erweiterungen
Das Brettspiel zu Cult of the Lamb wurde erfolgreich über Kickstarter finanziert und nach aktuellem Stand ist die Auslieferung für Dezember 2027 geplant. Eine Retail Edition soll regulär 60 £ kosten.
Die Deluxe Edition wurde im Late Pledge für 119 £ angeboten. In der Deluxe Edition gibt es Miniaturen der Bischöfe und Propheten. Auch deine Anhänger haben in der Deluxe Edition Miniaturen statt Pappaufsteller. Dazu kommt ein Boss Health Tracker Dial, schönere Würfel und noch mehr. Die Vorbestellung beziehungsweise Late Pledgers sind über das BackerKit immer noch möglich.
Erweiterungen sind nach Informationen, die ich über ein Gespräch auf der Messe gewonnen habe, aktuell noch nicht offiziell angekündigt. Vom Mitarbeiter wurden die Chancen auf eine spätere Erweiterung jedoch als sehr hoch beschrieben.
Doch das ist keine offizielle Ankündigung. Vielleicht kommen dann Inhalte aus dem Woolhaven DLC auch später zum Brettspiel, doch das wird vermutlich erst nach der offiziellen Veröffentlichung des Spiels preisgegeben.
Fazit: Unser erster Eindruck von Cult of the Lamb: The Board Game
Nach meiner persönlichen Einschätzung nach dem Anspielen von Cult of the Lamb Board Game auf der SPIEL in Essen 2026 hat das Spiel großes Potential. Das System mit dem Dungeon Crawling und Cult Aufbau aus dem Spiel wurde auch im Brettspiel sehr gut umgesetzt. Auch die Kämpfe fühlen sich mit den verschiedenen Waffen und dem Würfelsystem sehr gut an.
Auch wenn man das Videospiel nicht kennt, kann das Brettspiel Spaß machen. Doch mit der Grundlage des Spiels ist es natürlich noch ein wenig besser. Die Downtime ist relativ kurz und man kann immer schon überlegen, welchen Schritt man als nächstes machen will.
In meiner Session wurde ich recht stark geführt und konnte deswegen noch nicht so viel vom eigentlichen Spiel kennenlernen. Vor allem ist man mittendrin gestartet, wodurch das ganze Early Game mit Ausrüsten weggefallen ist. Zum Release 2027 wird das Spiel noch mehr verbessert und es sollte ein Spiel tolles Spiel für alle Fans und Kenner sein.
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