Cheaten in FPS: Neue Studie enthüllt die 3 psychologischen Auslöser

Warum cheaten Leute in Online-Shootern? Hier sind die 3 Hauptgründe

Es ist die Nummer eins Geißel der kompetitiven Shooter. Von Battlefield und Call of Duty bis zum neuesten Hit Arc Raiders, Entwickler führen einen endlosen Krieg gegen Hacker. Aber was treibt Spieler dazu, einen Bann für einen virtuellen Sieg zu riskieren? Die Wissenschaft hat einige überraschende psychologische Auslöser gefunden.

 

Der massive Krieg gegen Cheater

Es ist die gleiche alte Geschichte bei jedem neuen Shooter-Launch. Ob Call of Duty, Battlefield oder das aktuelle Arc Raiders, sie alle stehen ihrem schlimmsten Albtraum gegenüber.

Während der Beta von Battlefield 6 verzeichneten EAs Anti-Cheat-Systeme über 330.000 Cheating-Versuche. Das war nur das Aufwärmen. Seit dem Launch berichtet das Studio, fast 2,4 Millionen Versuche blockiert zu haben. Glücklicherweise geben die Teams etwas Entwarnung: Angeblich sind nur 2 % der Matches tatsächlich von dieser Plage betroffen.

Cheater passen sich jedoch schnell an. Bei Call of Duty: Black Ops 7 hat sich das Ricochet-System bewährt. In Testphasen wurden 97 % der Cheater innerhalb von dreißig Minuten auf frischer Tat ertappt.

Activision hört da nicht auf; sie treffen sie dort, wo es wehtut – am Geldbeutel. Seit dem Release von Black Ops 7 hat der Publisher die Schließung von 40 Cheat-Software-Entwicklern erzwungen.

 

Arc Raiders wählt extreme Bestrafung

Die Entwickler bei Embark Studios wählten einen strafenderen, fast sadistischen Ansatz für Arc Raiders. Mit Update 1.4.0 haben sie verschlossene Räume mit Sprengfallen versehen.

Wenn ein Spieler versucht, sich per Glitch oder Hack unrechtmäßig Zutritt zu verschaffen, erfolgt die Strafe sofort. Der Cheater wird augenblicklich vom Spiel eingeäschert. Eine schnelle Methode, die eine glasklare Botschaft sendet!

Aber jenseits technischer Tools bleibt eine Frage: Was treibt einen Spieler dazu, einen Bann für einen virtuellen Vorteil zu riskieren?

 

Die Psychologie eines Cheaters

Um das Warum zu verstehen, müssen wir uns an die Wissenschaft wenden. Forscher der Konkuk University führten eine eingehende Studie an 329 League of Legends-Spielern durch, um genau zu bestimmen, was den Drang zum Hacken oder Ausnutzen von Bugs auslöst.

Die erste große Erkenntnis ist, dass Wettbewerbsdruck das Feuer anheizt. Je höher die kompetitive Motivation, desto größer die Versuchung zu betrügen. Der Leistungsdruck, kombiniert mit zeitlich begrenzten Belohnungen wie Battle Passes, drängt Spieler dazu, die Regeln zu brechen.

Die Studie enthüllt jedoch einen dunkleren, mächtigeren Faktor: Aggression.

Feindseligkeit und Wut überwiegen oft den einfachen Wunsch zu gewinnen. Für diese Spieler ist die Nutzung illegaler Software ein Mechanismus, um negative Emotionen abzulassen oder nach einer vernichtenden Niederlage ein Gefühl der Kontrolle zurückzugewinnen.

 

Geringes Selbstwertgefühl und das Bedürfnis zu dominieren

Die Forscher hoben auch einen direkten Link zum Selbstvertrauen hervor. Spieler mit geringem Selbstwertgefühl neigen deutlich eher zum Cheaten. In diesem Kontext wird Betrug zur „Krücke“ – ein Weg, dem Versagen nicht ins Auge blicken zu müssen und ein fragiles Ego künstlich aufzubauen.

Andere Studien, über die The Guardian 2021 berichtete, deuten auf drei weitere faszinierende Treiber hin:

  • Anspruchsdenken (Entitlement): Der Spieler hat das Gefühl, den Sieg zu „verdienen“, mit allen notwendigen Mitteln.
  • Griefing (Anarchie): Das Ziel ist nicht zu gewinnen, sondern einfach das Spiel kaputtzumachen und die Erfahrung für alle anderen zu ruinieren.
  • Evolutionäre Effizienz: Unser Gehirn ist von Natur aus darauf programmiert, den Weg des geringsten Widerstands zu suchen, um einen Rivalen zu übertreffen – Cheaten ist einfach die kürzeste Route.

Schließlich trägt auch die Gaming-Kultur selbst eine gewisse Verantwortung. Klassische Magazine voll mit „Cheat-Codes“ normalisierten die Idee, Regeln aus Spaß zu umgehen. Heute verschwimmt diese Grenze. Studien zeigen, dass „extrinsische“ Motivation (Spielen für Belohnungen) das Cheaten fördert, während „intrinsische“ Motivation (Spielen aus Spaß) es reduziert.

 

Fazit

Cheating bleibt ein komplexes Phänomen, an der Kreuzung von Narzissmus, Frustration und dem Design unserer modernen Spiele selbst. Solange der Druck durch Belohnungen existiert, werden Entwickler ihren technologischen Krieg fortsetzen müssen.

Wie sieht es bei dir aus? Bist du in deinen letzten Matches offensichtlichen Cheatern begegnet? Erzähl uns von deinen schlimmsten Erfahrungen in den Kommentaren!


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