Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Kurzfassung
- Das Pariser Studio Spiders wird nach dem finanziellen Zusammenbruch der Muttergesellschaft Nacon unmittelbar liquidiert.
- Dem Studio gelang es während der Restrukturierungsphase nicht, einen Käufer zu finden, was zur plötzlichen Schließung und zum Verlust von 70 Arbeitsplätzen führte.
- Der geplante DLC für GreedFall: The Dying World wird weiterhin über Nacon veröffentlicht, Spiders wird jedoch keinen technischen Support mehr leisten.
Spiders Studio gibt sofortige Schließung bekannt
Der Pariser Spieleentwickler Spiders, bekannt für Action-RPGs wie GreedFall und Steelrising, hat offiziell den Betrieb eingestellt. Das Studio veröffentlichte eine öffentliche Erklärung, in der die sofortige Liquidation bestätigt wurde.
Diese Schließung markiert das Ende einer 18-jährigen Ära für das Unternehmen. Nach dem jüngsten finanziellen Kollaps des Mutter-Publishers Nacon gelang es dem gerichtlich bestellten Verwalter nicht, einen Käufer zu finden, um das Studio zu retten.
Das französische Handelsgericht ordnete am Mittwoch, dem 29. April, offiziell die Liquidation an. Die Entwickler bei Spiders hatten sich bereits auf das Schlimmste vorbereitet und ihren Fokus auf Portfolio-Updates und interne Unterstützung verlagert, während der Studiobetrieb zum Stillstand kam.
Hello everyone,
— Spiders (@spidersgames) April 29, 2026
First off, we apologise for the silence over the past month – it's been a while.
We're going to cut straight to the chase so you're not left wondering: After a long period without clear answers, we have received confirmation that Spiders is being liquidated.…
Warum wurde der GreedFall-Entwickler geschlossen?
Spiders wurde geschlossen, da die Muttergesellschaft Nacon Insolvenz anmeldete und keinen Käufer für das Studio finden konnte. Das Handelsgericht Lille Métropole hatte Spiders bereits Anfang des Jahres unter gerichtliche Sanierung gestellt.
Ohne externe Investitionen mündeten die Restrukturierungsbemühungen letztlich in der vollständigen Liquidation. Nacon hatte bereits im Februar 2026 die Absicht signalisiert, Tochtergesellschaften wie Spiders und Nacon Tech zu verkaufen, um seine massiven Schulden zu restrukturieren.
Der Publisher setzte eine strikte Frist bis Mitte April, um einen potenziellen Käufer zu finden. Das erfahrene AA-Studio erhielt jedoch keine tragfähigen Übernahmeangebote, was nach Ablauf der Frist zur rechtlich unvermeidlichen Liquidation führte.
Dieses Ergebnis widerspricht den historisch optimistischen Statistiken französischer Sanierungsverfahren. In diesem Fall erwies sich das mangelnde Marktinteresse als fatal für das 70-köpfige Team.
Was geschieht mit GreedFall 2 und künftigen Updates?
Der geplante DLC für GreedFall: The Dying World wird weiterhin veröffentlicht, der Vertrieb erfolgt jedoch vollständig über Nacon. Nach dieser finalen Veröffentlichung von Inhalten werden keine weiteren Updates mehr entwickelt.
Spiders bestätigte über seine sozialen Kanäle, dass Spieler, bei denen technische Probleme oder Fehler auftreten, sich nun direkt an Nacon wenden müssen. Das interne Community-Management des Studios wurde beendet, und der offizielle Discord-Server wird den Spielern übergeben.
GreedFall: The Dying World verließ den Early Access und startete die Version 1.0 im März 2026, nur sechs Wochen vor dem Liquidationsbeschluss. Der Titel hatte Schwierigkeiten, die Verkaufserwartungen inmitten des internen Chaos und der Instabilität des Publishers zu erfüllen.
Vor der Schließung musste Spiders zudem die Einstellung eines lizenzierten Projekts mit dem Codenamen Dark im Jahr 2025 hinnehmen. Die verbliebenen Mitarbeiter hatten einen neuen, unangekündigten Pitch vorbereitet, bevor der finanzielle Stillstand alle kreativen Produktionen dauerhaft stoppte.
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Der verheerende Domino-Effekt des Nacon-Kollapses
Der Fall von Spiders ist lediglich das erste große Opfer in einer weitaus umfassenderen Finanzkrise, die derzeit die Nacon-Verlagsgruppe erschüttert.
Ende Februar 2026 brachen Nacon und die Muttergesellschaft Bigben Interactive unter einer enormen Schuldenlast zusammen. Dies zwang mehrere historisch stabile Studios in die Insolvenzverwaltung, darunter Cyanide und Kylotonn.
Etwa 320 Entwickler in der französischen Gaming-Branche gerieten ins Kreuzfeuer. Während das französische Arbeitsrecht diese Teams zunächst durch einen vorübergehenden Schuldenstopp schützte, erwies sich die Realität des Marktes als unerbittlich.
Vorerst bleiben andere Tochtergesellschaften wie Cyanide unter gerichtlich bestellten Verwaltern betriebsbereit. Die Liquidation von Spiders dient jedoch als drastische Mahnung an die Volatilität, mit der die europäische Mid-Budget-Entwicklung derzeit konfrontiert ist.
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