Offizielle Informationen zu GTA 6 sind zwar rar, aber auf diese Nachricht hätte Rockstar Games wohl gerne verzichtet: Wenige Monate vor der Veröffentlichung des Blockbusters wird der Firma vorgeworfen, fast 40 Mitarbeitern missbräuchlich gekündigt zu haben.
Die Muttergesellschaft Take-Two spricht von „schwerwiegendem Fehlverhalten“, aber für die Independent Worker’s Union of Great Britain (IWGB) handelt es sich eher um den Versuch, die Arbeiter am Beitritt zu einer Gewerkschaft zu hindern. Wir fassen das Ganze für Sie zusammen.
Die ursprünglichen Enthüllungen von Bloomberg
Vielleicht hatten Sie den Fall nicht von Anfang an verfolgt, aber die Details wurden erst vor einer Woche in den Spalten von Bloomberg veröffentlicht. Laut den Quellen des Journalisten Jason Schreier waren es zwischen 30 und 40 Mitarbeiter von Rockstar im Vereinigten Königreich sowie in Kanada, die durch eine Entscheidung ihrer Geschäftsleitung brutal ihren Job verloren hatten.
Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man flüstert, dass weder das Timing noch das Ereignis selbst besonders glamourös für ein Unternehmen wirkten, das immer noch Werte wie „Freundlichkeit“ und „Teamarbeit“ (sic) für sich beansprucht. Offensichtlich waren die entlassenen Personen Teil einer privaten Discord-Gruppe, die dazu diente, gewerkschaftliche Fragen innerhalb ihres Unternehmens zu diskutieren. Tatsächlich waren alle entweder Mitglieder der IWGB oder dabei, sich zu organisieren, um ihnen beizutreten. Ein Verhalten, das den großen Bossen natürlich nicht gefallen hätte.
Ein Vorwurf des „schwerwiegenden Fehlverhaltens“ ohne Erklärung
Die Sache ist, dass Alan Lewis, der Sprecher von Take-Two, sich seinerseits entschieden hat, seine Tochtergesellschaft zu verteidigen, indem er behauptete, nur eine kleine Anzahl von Mitarbeitern entlassen zu haben, und zwar wegen „gross misconduct„, was wir bei uns als „schwerwiegendes Fehlverhalten“ übersetzen können.
Auch wenn man das Beiwort „klein“ zur Beschreibung von fast vierzig Personen bereits in Frage stellen kann, flößte das Fehlen von Details über die Art dieses ominösen Fehlverhaltens nicht gerade Vertrauen in diese Version der Fakten ein. Um die Sache noch schlimmer zu machen, und wie Gamekult erinnerte, hatte die Seite GameDeveloper, die mit der IWGB sprechen konnte, erklärt, dass den Betroffenen zum Zeitpunkt der Kündigung dieser Grund nicht einmal mitgeteilt worden war.
Auf dem Weg zu Leaks vertraulicher Informationen?
Aber der jüngste Paukenschlag in dieser Affäre datiert erst von heute Morgen und kommt diesmal direkt von Rockstar. Glaubt man dem Entwickler, sollen die betreffenden Mitarbeiter vertrauliche Informationen in einem öffentlichen Forum geteilt haben; ihre Entlassung hätte also nichts mit ihrer gewerkschaftlichen Tätigkeit zu tun.
Eine Erklärung, die wir hier offen gesagt ein wenig verdächtig finden, die aber an das massive Leck von 2022 erinnert, das die Grundzüge von GTA 6 weitgehend enthüllt hatte. Ein Detail jedoch: Letzteres war das Ergebnis eines Angriffs eines externen Hackers und nicht das einer internen Indiskretion, die mehr als dreißig Personen betraf.
In jedem Fall hat die IWGB bereits erwidert, dass die einzigen Außenkontakte der entlassenen Mitarbeiter mit Organisatoren der Gewerkschaft stattgefunden hätten. Man kann also sagen, dass es mehr brauchen wird, um sie zum Einlenken zu bewegen. Was man jedenfalls leider behaupten kann, ist, dass das Studio nicht dafür bekannt ist, eine besonders respektvolle Geschichte gegenüber seinen Arbeitnehmern zu haben. Und trotz einer Gnadenfrist, die auf die Vorwürfe des intensiven Crunch bei Red Dead Redemption 2 gefolgt war, war diese kürzlich durch die erzwungene Rückkehr ins Büro an fünf Tagen pro Woche für Mitarbeiter im Homeoffice untergraben worden. Die Katze lässt das Mausen nicht.
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