Pixel Sundays: Gears of War – 20 Jahre Krieg auf Sera

Das Gears of War Franchise existiert schon seit 2006 und hat somit dieses Jahr sein 20stes Jubiläum. Gears of War erschien erstmals nur für die Xbox 360 und wurde von Epic Games entwickelt. Die Menschheit lebt auf dem fiktiven Planeten Sera, welcher von der Locust Horde angegriffen wird. Die Locust sind humanoide Monster, welche am sogenannten Emergence Day plötzlich aus dem Boden kommen. In den ursprünglichen Spielen spielt man Marcus Fenix, welcher zusammen mit seinem Freund Dominic Santiago, genannt Dom kämpft. Die beiden sind Teil der CoG, der wichtigsten menschlichen Regierung und Armee.

Zusammenfassung

Die Gears-Spiele sind für brutale Kämpfe und sein Deckungssystem bekannt. Mit der ikonischen Waffe Lancer, ein Sturmgewehr mit Kettensäge unter dem Lauf. Mit der Zeit entwickelte sich die Reihe zu einer der größten Xbox-Marken und wurde später von Microsoft vollständig übernommen. Am 6. Oktober 2026 erscheint passend zum Jubiläum Gears of War: E-Day. E-Day erzählt die Geschichte des Anfangs des gesamten Krieges, wo Marcus und Dom noch junge Soldaten sind, doch dazu später mehr. Starten wir am Anfang.

Wie Gears of War entstand

Entwickelt wurde der erste Gears of War Teil von Epic Games, welche damals vor allem für die Shooter-Reihe Unreal bekannt waren. Designer und Kopf hinter dem Franchise war Cliff Bleszinski. Die Idee war es, keine schnellen Arena-Shooter wie Unreal Tournament zu schaffen, sondern schweres und taktisches Gameplay aus der Third-Person. Man schaut über die Schulter des Protagonisten und Deckung bildet den Mittelpunkt der Kämpfe. 

Gears of War

Um zu überleben, muss man von Wand zu Wand sprinten und aus der Deckung feuern und Möglichkeiten finden, den Gegner zu flankieren. Das Spiel fühlte sich ganz anders an als viele Shooter der Zeit und die Figuren waren absichtlich sehr kräftig und schwer gepanzert. Die Welt generell war sehr düster mit zerstörten Städten, Beton und Ruinen. Man hatte also einen Mix aus Militär-Sci-Fi und Horror.

Die Handlung spielt nicht auf der Erde, sondern auf dem Planeten Sera. Auf Sera wohnen die Menschen schon seit Generationen und kurz vor den Locust-Angriffen endete ein langer Krieg zwischen menschlichen Staaten. Die Menschheit war also schon geschwächt und dann kam die nächste große Katastrophe. Um gegen den neuen Feind anzukommen, musste sich die Menschheit vereinen und gründete die Coalition of Ordered Governments, kurz COG.

Am Emergence Day brachen die Locust plötzlich aus dem Boden hervor. Bei ihnen handelt es sich um unterirdisch lebende humanoide Spezies, die militärisch organisiert sind. Die Locust griffen gleichzeitig zahlreiche Städte auf der Welt an und dieser Tag wurde zum E-Day. Danach begann der jahrelange Locust-Krieg. Das Markenzeichen der Reihe ist die Lancer Assault Rifle, ein normales Sturmgewehr, das eine Kettensäge am Lauf hat. Damit kann man Gegner sowohl im Nahkampf zerteilen als auch aus der Ferne abschießen kann. Diese Waffe wurde schnell zum Symbol der kompletten Reihe.

Gears of War – Der Kampf um Sera beginnt

Gears of War spielt 14 Jahre nach dem Emergence Day. Der Krieg läuft schon sehr lange und die Menschheit hat einen Großteil von Sera verloren. Zu Beginn des Spiels sitzt Marcus Fenix, der Hauptcharakter im Gefängnis. Marcus war früher ein angesehener COG-Soldat, welcher sich während des Krieges Befehlen widersetzte. Aus diesem Grund wurde er verurteilt, doch sein alter Freund Dom Santiago holte ihn wieder aus dem Gefängnis. Denn die COG braucht jeden verfügbaren Soldaten, um eine Chance im Krieg zu haben.

Gears of War

Nach dem Ausbruch wird Marcus Teil des Delta Squads, welche die zentrale Gruppe der ursprünglichen Trilogie wird. Marcus Fenix ist ein grimmiger Veteran und wird später zum Anführer, Dom Santiago ist sein bester Freund und ein guter Kämpfer. Damon Baird ist technisch begabt und ein sehr sarkastischer Soldat und Augustus „Cole Train“ Cole ist ein ehemaliger Sportstar, der laut, selbstbewusst und Fanliebling ist. Diese vier werden zum Kernteam der Reihe.

Im Spiel kämpft die Truppe gegen die Locust. Die Menschen versuchen herauszufinden, wie groß das unterirdische Netzwerk der Locust ist. Die zentrale Hoffnung der Menschheit ist die neue Lightmass Bomb, welche große Teile der unterirdischen Locust-Gebiete zerstören soll. Der erste Teil ist noch besonders düster mit engen Straßen und dunklen Gebäuden, wodurch das Spiel teilweise fast wie ein Horror-Spiel wirkt. Neben der Story bietet das Spiel einen PvP Modus, der auch in allen weiteren Teilen fortgeführt wird.

Gears of War 2 – Der Krieg geht unter die Erde

In Gears of War 2 wurde die Locust immer noch nicht vollständig besiegt. Der Krieg ist sogar noch schlimmer geworden. Denn ganze menschliche Städte verschwinden im Boden. Aus diesem Grund startet die Menschheit einen verzweifelten Großangriff auf die Locust Horde. Die COG entscheidet sich deshalb für einen Gegenangriff und die Soldaten dringen direkt in die unterirdische Heimat der Locust ein. Das Spiel bietet deutlich größere Schlachten als das erste Spiel mit mehr Fahrzeugen, größeren Monstern und spektakulären Szenen.

Der beste Freund Dom sucht im Spiel seine Frau Maria, die während des Krieges verschwand. Daraus entsteht einer der emotionalsten Handlungsstränge der Reihe. Dadurch wird klar, dass Gears trotz Muskelmännern und Kettensägen sehr stark von persönlichen Verlusten geprägt ist. Mit Gears of War kommt außerdem der neue Horde-Modus. Dort kämpfen mehrere Spieler gemeinsam gegen Gegnerwellen und jede Welle wird schwieriger. Dieser Modus wurde später fester Bestandteil des Franchises. Dieses Konzept wird mit E-Day 2026 noch weiter ausgebaut.

Gears of War

Gears of War 3 – Das Ende des Locust-Krieges

Doch auch nach dem zweiten Teil endet die Geschichte des Squads noch nicht. Denn in Gears of War 3 ist die Menschheit praktisch am Ende. Die COG-Strukturen brechen zusammen und die Überlebenden sind über Sera verteilt. Denn neben den Locust taucht noch eine zweite Gefahr stärker auf und zwar die Lambent. Bei ihnen handelt es sich um mitierte beziehungsweise stark veränderte Lebewesen. Sie entstanden durch den Einfluss von Emulsion, einer wichtigen Energiequelle von Sera. Doch die Lambent stellt sich als enorme biologische Gefahr heraus, doch das Schlimmste ist, dass die Menschen plötzlich gegen Locust und Lambent kämpfen.

In Gears of War 3 wird Marcus‘ Vater Adam Fenix wichtig. Er ist ein Wissenschaftler, der  umfangreiches Wissen über Locust und Lambent sammelt und nach einer endgültigen Lösung des Krieges sucht. Dieser Teil ist sehr emotional und es geht mehr um das Thema Verluste auch innerhalb der Gruppe. Auch der ursprüngliche Locust-Konflikt bekommt einen Abschluss und Marcus Geschichte als zentrale Hauptfigur endet.

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Judgment und Gears abseits der Hauptreihe

Gears of War Judgement erschien im Jahr 2013 und es handelt sich um das erste größere Prequel. Dieses Spiel spielt kurz nach dem Emergence Day, also sehr früh im Locust-Krieg und noch vor den Ereignissen der Original-Reihe. Deswegen steht auch Marcus diesmal nicht im Mittelpunkt. Die neue Hauptfigur ist Damon Baird, welchen man bereits als technisch begabtes Mitglied des Delta Squads kennt. Hier ist er natürlich deutlich jünger und auch Cole ist wieder mit dabei. Das Spiel zeigt klar, wie chaotisch die ersten Tage des Locust-Angriffs waren.

Judgment war spielerisch etwas anders als die ursprüngliche Trilogie. Die Missionen sind beispielsweise kürzer und man erhält Bewertungen für seine Leistung. Außerdem gibt es optionale Herausforderungen, die den Namen Declassified Missions tragen. Dort bekommt man beispielsweise stärkere Gegner oder hat schlechtere Sicht. Dadurch wirkt das Spiel deutlich Arcade artiger. Dieses Spiel wurde nicht so prägend wie die Haupt-Trilogie.

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Neben Judgment gab es auch weitere Spin-offs wie Gears Tactics aus dem Jahr 2020. Hierbei handelt es sich um keinen Third-Person-Shooter, sondern um ein rundenbasiertes Strategiespiel. Vom Grundprinzip war das Spiel ähnlich wie XCOM. Tactics spielt zwölf Jahre vor dem ersten Gears und die Hauptfigur ist Gabe Diaz. Gabe ist der Vater von Kait Diaz, die später eine der wichtigsten Figuren der Reihe wird. Man sieht Ereignisse aus der frühen Phase des Locust-Krieges und hat mal ein ganz anderes Gameplay. Außerdem gab es auch einen Mobile-Ableger mit dem Namen “Gears Pop!”. Die Figuren im Spiel sind im Stil der Funko-Pop-Figuren. Das Spiel ist deutlich humorvoller und kein wichtiger Teil der Story.

Microsoft übernimmt – eine neue Generation beginnt

Die ursprünglichen Spiele wurden von Epic Games entwickelt. Doch im Jahr 2014 kaufte Microsoft die kompletten Rechte an Gears of War von Epic. Die Entwicklung ging an Black Tusk Studios, welches später zu The Coalition wurde. Das Studio kümmert sich nur um Gears und hat Rod Fergusson als wichtigen Entwickler mit dabei. Fergusson hatte bereits bei Epican Gears gearbeitet.

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Gears of War 4 erschien dann unter Microsoft im Jahr 2016. Hin zu diesem Spiel gab es einen großen Zeitsprung, denn es spielt etwa 25 Jahre nach dem Ende der ursprünglichen Geschichte. Marcus ist deutlich älter und im Mittelpunkt der Story steht sein Sohn namens James Dominic Fenix, kurz JD. Er soll die nächste Generation von Gears repräsentieren. Außerdem kommt Kait Diaz, eine junge Frau aus einer Outsider-Siedlung hinzu. Outsider leben außerhalb der direkten Kontrolle der COG. Sie wird später extrem wichtig für die komplette Geschichte. Auch Del Walker wird Teil des neuen Squads, er ist ein Freund von JD und ehemaliger COG-Soldat.

Auf dem Planeten Sera sind neue Monster aufgetaucht, die Swarm genannt werden. Viele Menschen stellen sich die Frage, ob sie mit den alten Locust zusammenhängen. JD, Kait und Del müssen verschleppte Angehörige retten und die Herkunft des neuen Gegners untersuchen. Auch Marcus ist beim Spiel noch dabei. Zunächst ist er ein widerwilliger Veteran welcher später trotzdem der neuen Gruppe hilft. So kommt es zu einer schönen Verbindung zwischen alter und neuer Generation. The Coalition versucht damit, bekannte Figuren zu behalten und gleichzeitig neue aufzubauen.

Gears 5 – Kait Diaz wird zur neuen Hauptfigur

Im Jahr 2019 erschien der nächste Titel der Reihe. Der Titel wurde von “Gears of War” auf Gears 5 verkürzt. JD steht im Spiel nicht mehr alleine im Mittelpunkt, denn Kait Diaz übernimmt eine zentrale Rolle. Ihre Familiengeschichte ist nämlich eng mit dem neuen Gegner verbunden. Im Spiel versucht sie herauszufinden, warum sie diese Verbindung besitzt. Auf dieser Reise wird sie von Del Walker begleitet, auch Marcus ist noch Teil der Geschichte, doch nicht mehr so relevant wie früher.

Gears of War

Kait leidet unter Visionen und versucht herauszufinden, woher sie kommen. Besonders wichtig ist Queen Myrrah, die frühere Königin der Locust. So verbindet Gears 5 die neue Geschichte direkt mit der ursprünglichen Trilogie. Kait muss sich stark mit ihrer eigenen Herkunft auseinandersetzen, wodurch die Story persönlicher ist als noch in Gears 4. Außerdem wird das Spiel deutlich offener, es gibt erstmals größere und frei erkundbare Gebiete.

Um sich in dieser Welt fortbewegen zu können, gibt es das Skiff als windbetriebenes Fahrzeug. Zusätzlich gibt es neue Orte und Nebenmissionen, trotzdem gibt es noch keine richtige Open World. Die klassischen linearen Missionen bleiben ein wichtiger Teil des Spiels. Jack, ein kleiner schwebender Roboter der Gruppe, bekommt im Spiel ein neues Upgrade-System. Mit den Upgrades bekommt man mehr Hilfe in den Kämpfen und bei Rätseln. Doch das klassische Deckungssystem bleibt erhalten, auch Lancer und Gnasher sind weiterhin zentrale Waffen.

Der Multiplayer spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Es ist wieder der Versus-PvP-Modus und der Horde-Modus dabei. Dazu kommt ein neuer Koop-Modus namens Escape. In diesem Modus dringen die Spieler in einen Swarm-Bau ein und platzieren dort eine Bombe. Am Ende muss man rechtzeitig entkommen. Später erschien mit Hivebuster noch eine Story-Erweiterung. Und danach war es erstmal viele Jahre ruhig um das Franchise und die Fans rechneten lange mit einem direkten Gears 6, doch später entschied sich The Coalition für eine Rückkehr zu Marcus und Dom.

Zurück zum Anfang – Reloaded und E-Day

Im Jahr 2025 erschien Gears of War: Reloaded. Dabei handelt es sich um eine modernisierte Version des ersten Gears of War aus dem Jahr 2006. Das Spiel wurde technisch für aktuelle Plattformen angepasst mit 4K-Auflösung, 60 FPS in der Kampagne und 120 FPS im Multiplayer. Auch Cross-Play und Cross-Progression kamen dazu. Mit dem Spiel erschien Gears of War außerdem das erste Mal auf PlayStation 5. Gears war vorher fast 20 Jahre lang eng und exklusiv mit Xbox verbunden. So kamen erstmals auch PlayStation-Spieler zu den Gears Spielen.

Gears of War

Am 6. Oktober soll passend zum 20. Jubiläum Gears of Wars: E-Day erscheinen und nicht das erwartete Gears 6. Bei E-Day handelt es sich um ein Prequel zur gesamten Reihe und es spielt 14 Jahre vor Gears of War 1. Im Spiel sieht man den sogenannten Emergence Day, also den Tag an dem die Locust erstmals massenhaft aus dem Untergrund kommen. Dieses Ereignis wurde bis jetzt noch in keinem Gears Spiel gezeigt. In Gears of War: E-Day kehrt Marcus Fenix als Hauptfigur zurück, doch diesmal ist er wesentlich jünger als im ersten Gears. Marcus hat gerade den Pendulum-Krieg überlebt, der Krieg, der jahrzehntelang zwischen den Menschen auf Sera tobte.

Marcus glaubt zunächst, dass der Krieg endlich vorbei ist, doch kurz darauf beginnt mit den Locust die nächste Katastrophe. Auch Dom Santiago kehrt im Spiel zurück, sie sind noch keine besten Freunde, doch verbunden sind sie durch den Verlust von Carlos Santiago. Carlos war Doms Bruder und ein enger Freund von Marcus. Da man die Locust noch nicht kennt, wirken die Gegner eher wie Horror-Gegner, denn man weiß nicht, wie man sie bekämpft. Dadurch kommt mehr Unsicherheit als in späteren Teilen. Das Spiel ist deutlich moderner als die anderen Spiele und läuft in der Unreal Engine 5.

Gears of War

Das klassische Deckungssystem bleibt, aber moderne Bewegungsmöglichkeiten kommen dazu. Außerdem bietet das Spiel sowohl bekannte als auch neue Waffen. Die Kampagne hat einen starken Koop Fokus und auch der Multiplayer ist wieder wichtig. Horde Siege kommt als neue Variante des Horde-Modus dazu. Dort kämpfen bis zu 12 Spieler gleichzeitig gegen Horden von Locust mit größeren Karten und mehreren Missionszielen. Der Open Beta Test startet am 13. August und läuft bis zum 17. August 2026.

Fazit: 20 Jahre Gears of War

Gears of War hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer der bekanntesten Xbox-Reihen entwickelt. Was 2006 mit Marcus Fenix, Dom und dem Kampf gegen die Locust begann, wurde über mehrere Spiele immer weiter ausgebaut. Dabei blieb sich die Reihe mit ihrem Deckungssystem, den brutalen Kämpfen und Waffen wie dem Lancer immer treu. Gleichzeitig kamen neue Figuren wie Kait Diaz hinzu und mit Spielen wie Gears Tactics wurden auch andere Genres ausprobiert.

Trotzdem spielen Marcus und Dom auch zwei Jahrzehnte später noch eine wichtige Rolle für das Franchise. Mit Gears of War: E-Day kehrt die Reihe 2026 sogar wieder ganz an den Anfang zurück und zeigt eines der wichtigsten Ereignisse der gesamten Geschichte erstmals direkt. Statt die Handlung nach Gears 5 sofort fortzusetzen, bekommen Fans dadurch einen neuen Blick auf Marcus, Dom und die ersten Tage des Locust-Krieges. Nach 20 Jahren beginnt Gears of War damit gewissermaßen noch einmal dort, wo alles angefangen hat.


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