Don’t Nod Bereitet Entlassungen Vor und Warnt Vor Möglicher Studio-Schließung in 2027

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Von Spiele News
8. September 2026 keine Kommentare

Wichtigste Erkenntnisse
  • Don’t Nod warnt davor, dass nach dem 31. Januar 2027 eine vollständige Schließung drohen könnte, falls keine neuen externen Finanzmittel gesichert werden.
  • Der französische Entwickler plant, bis zu 90 Mitarbeiter zu entlassen und die Aktivitäten in Frankreich auf eine einzige Produktionslinie zu konzentrieren.
  • Die kommerzielle Unterperformance aktueller Veröffentlichungen, darunter Banishers: Ghosts of New Eden und Aphelion, beschleunigte die Liquiditätskrise.

Warum droht Don’t Nod 2027 eine mögliche Schließung?

Don’t Nod sieht sich mit einer schweren Liquiditätskrise konfrontiert, nachdem die Bruttobarreserven von 15,4 Millionen € Ende 2025 auf nur noch 8,0 Millionen € bis Juli 2026 abgestürzt sind. Der Entwickler warnte ausdrücklich davor, dass die Fortführung der Geschäftstätigkeit nach dem 31. Januar 2027 vollständig davon abhängt, neue externe Finanzierungen zu sichern.

Das Studio veröffentlichte einen offiziellen Finanzbericht, in dem diese steilen finanziellen Verluste dargelegt werden. Die Betriebseinnahmen fielen im Jahresvergleich um 56 % und sanken im ersten Halbjahr 2026 auf lediglich 6,1 Millionen €.

CEO Oskar Guilbert bestätigte die schwierigen Marktbedingungen, die sich auf das Unternehmen auswirken. Guilbert erklärte, dass die äußerst selektive Finanzierung in der gesamten Videospielbranche die notwendigen Ressourcen für die Produktionsentwicklung stark einschränkt.


Eine Reihe kommerzieller Fehlschläge und der Restrukturierungsplan

Ein Erfolg blieb dem französischen Entwickler trotz eines produktiven Veröffentlichungsplans in den vergangenen zwei Jahren verwehrt. Das Studio gab zu, dass aktuelle Projekte mit hohem Budget daran gescheitert sind, ein profitables Publikum auf dem PC, der PlayStation 5 und der Xbox Series X/S zu finden.

Titel wie Banishers: Ghosts of New Eden und die Veröffentlichung von Aphelion im April 2026 haben die internen Verkaufsziele komplett verfehlt. Aphelion hatte schätzungsweise Produktionskosten von 8,5 Millionen €, erhielt aber zur Veröffentlichung nur eine gemischte Metacritic-Wertung von 64.

Der Verwaltungsrat genehmigte am 4. September 2026 einen drastischen Umstrukturierungsplan, um diese massiven operativen Verluste abzumildern. Don’t Nod wird die Abläufe in Frankreich um eine einzige Produktionslinie herum neu ausrichten, um neue Projekte effizient zu starten.

Das Management erwartet, dass dieses Transformationsprojekt zu bis zu 90 Entlassungen führen wird. Unternehmensvertreter haben bereits Verhandlungen mit den Gewerkschaften begonnen, um einen Beschäftigungssicherungsplan umzusetzen.


Wird Tencent Don’t Nod vor dem Bankrott retten?

Tencent hat offiziell abgelehnt, sich an einer kurzfristigen Kapitalerhöhung zu beteiligen oder anstehende, noch unangekündigte Projekte für Don’t Nod zu finanzieren. Der chinesische Tech-Gigant hat Anfang dieses Jahres weitere Investitionen vollständig abgelehnt, da die jüngsten operativen Pläne keine langfristige Profitabilität für den kriselnden französischen Entwickler garantieren konnten.

Frühere interne Prüfungen im Jahr 2026 deuteten darauf hin, dass dem Studio ohne die Unterstützung von Tencent bis November der totale Bankrott drohen könnte. Don’t Nod muss sich nun strikt auf interne Umstrukturierungen und neue Publisher-Partnerschaften verlassen, um zu überleben.

Der Entwickler hat mehrere interne Projekte abgesagt oder gestoppt, um das verbleibende Kapital zu erhalten. Ein unangekündigtes Projekt mit dem Codenamen P14 scheiterte daran, die notwendigen Finanzierungskriterien zu erfüllen, obwohl Partner anfangs externes Interesse zeigten.

Erfahren Sie auch mehr über den Bericht von Don’t Nod vom Juni, wonach das Unternehmen bis November vor dem Bankrott steht!


Die Zukunft des Studios und die Partnerschaft mit Netflix

Die Entwicklungsteams in Montreal stellen die einzige positive Wachstumskennzahl im jüngsten Gewinnbericht dar. Die Einnahmen aus den Entwicklungsaktivitäten sind im ersten Halbjahr 2026 tatsächlich auf 2,6 Millionen € gestiegen.

Ein Großvertrag mit Netflix treibt diese spezifische Einnahmequelle direkt an. Die Niederlassung in Montreal entwickelt derzeit ein narratives Spiel, das auf einer etablierten geistigen Eigentumsmarke von Netflix basiert.

Führungskräfte hoffen, dass der Wechsel zu einer einzigen französischen Produktionslinie und der laufende Netflix-Vertrag genug Spielraum bieten, um das Geschäft zu stabilisieren. Die kommenden Monate bleiben entscheidend, während Don’t Nod nach dem externen Kapital sucht, das erforderlich ist, um das Studio betriebsbereit zu halten.


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